Die Zahl 13 ist den Deutschen suspekt, im Fußball jedoch hat sie der Nation schon viel Glück beschert. Gerd Müller schoss die Nationalelf mit dieser ominösen Rückennummer zum Weltruhm, auch Thomas Müller hat mit der 13 schon für Furore gesorgt. 13 Mal nahm die DFB-Auswahl an einer WM-Qualifikation teil, 13 Mal setzte sie sich durch. Vom Glück geküsst also? Nein. Der DFB hat in den letzten Monaten vorbildlich gearbeitet.
Es ist ein wichtiges Zeichen, das das Flaggschiff des deutschen Fußballs gerade aussendet, in Zeiten, in denen die deutschen Bundesligaklubs jüngst aus sechs internationalen Partien die überaus überschaubare Ausbeute von null Punkten erwirtschaftet haben. Alarmierend nannte Joachim Löw diese Bilanz. Da kann man dem Bundestrainer nicht widersprechen. Dass seine DFB-Auswahl auf Kurs geblieben ist, ist umso tröstlicher, da der zweite Luxusdampfer der Nation gerade nah an der Haverie ist. Der FC Bayern wird es nicht gerne vernehmen, aber beim DFB kann man sich etwas abschauen.
Auch bei der Nationalelf setzen sie auf Kontinuität, Löw und Oliver Bierhoff lenken die Geschicke in historischen Dimensionen einer Angela Merkel, haben es aber im Gegensatz zu ihren Zeitgenossen immer wieder geschafft, sich neu zu erfinden. Nach dem WM-Sieg 2014 drohte auch der DFB, abzusacken in Selbstverliebtheit und Stagnation. Doch mit dem Aus bei der EM begann schon wieder ein neuerlicher Restaurierungsprozess, und nun darf man positiv optimistisch nach vorne blicken. In den letzten Monaten zieht der DFB unbeirrt auf höchstem Niveau seine Kreise; Confed Cup, U 21-EM, nun die WM-Qualifikation. Mit Glück hat das nichts zu tun.