DFB-Präsident Reinhard Grindel hat von Aserbaidschan verlangt, Licht in den Fall Hüseynow zu bringen. „Ohne gesicherte Erkenntnisse ist eine Bewertung dieses Falles sehr schwierig. Deshalb fordern wir die Regierung Aserbaidschans auf, für rückhaltlose Aufklärung zu sorgen und nachvollziehbare Gründe zu nennen, die für die Haftentlassung gesorgt haben“, sagte Grindel. Der Nationalspieler Jawid Hüseynow saß wegen Beteiligung an einem Gewaltverbrechen im Gefängnis. Der renommierte Journalist Rasim Alijew war nach einer Kritik an dem Mittelfeldspieler zunächst brutal zusammengeschlagen worden. Im Krankenhaus kam er später unter ungeklärten Umständen ums Leben. Hüseynow wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, der Haupttäter zu 13 Jahren. Nach 14 Monaten kam der Profi überraschend frei und spielte im März im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland (1:4) erstmals wieder Fußball. Auch beim gestrigen Rückspiel stand er im Kader Aserbaidschans. Grindel erklärte, es müsse im Interesse der aserbaidschanischen Regierung liegen, deutlich zu machen, „warum es zu einer Verkürzung (der Haftzeit) gekommen ist“.