Absatz für die Notizblöcke

von Redaktion

Goretzka erzielt ein Tor der Extraklasse – er wird einer der Härtefälle

Kaiserslautern – Die Macher des DFB-Stadionmagazins hatten gestern Abend einen guten Riecher, indem sie im Innenteil Leon Goretzka porträtierten. Der Schalker sollte im Spiel gegen Aserbaidschan eine besondere Rolle spielen. Sein 1:0 war eines der bemerkenswertesten Tore in der jüngeren DFB-Geschichte. In der siebten Minute beförderte er einen Abpraller nach einer Ecke mit dem Rücken zum Tor per Hacke in den Winkel.

Der 22-Jährige, der neben Thomas Müller, Joshua Kimmich und Sandro Wagner wie schon in Belfast in der Startelf stand, etabliert sich im deutschen Mittelfeld zusehends als Unruhestifter zwischen den Linien. Er ist einer dieser Spieler, deren Ansprüche auf mehr Verwendung mit dem Confed Cup-Sieg gestiegen sind. Joachim Löw wird vor der Kaderbekanntgabe für die WM eine schwere Auslese haben – sofern alle fit bleiben. Berti Vogts meinte gestern, sogar in Brasilien würden sie den Bundestrainer beneiden. Goretzka wird einer der ganz besonderen Härtefälle. Im zentralen Mittelfeld ist das Gedränge besonders groß. Schalkes zentrale Figur muss sich gegen Mesut Özil, Müller, Mario Götze oder Marco Reus behaupten. Dass er gestern noch ein zweites Tor schoss, hübschte seine Bewerbung zusätzlich auf.

Goretzka steht im WM-Jahr ohnehin unter besonderer Beobachtung. Beim FC Barcelona soll er zwar mittlerweile von der Liste gestrichen worden sein, doch beim FC Bayern haben sie schon in diesem Sommer beratschlagt, ob der Jungnationalspieler eine Option beim Neuaufbau des Teams sein könnte. Allerdings sind auch in München die zentralen Plätze noch prominent besetzt, und so steht Goretzka in dieser Saison im Schaufenster. Gestern gegen Aserbaidschan gab es wenige Lichtblicke im Spiel der deutschen B-Elf – Goretzka aber zog Blicke auf sich. Ein Absatz für die Notizblöcke – von den Scouts und von Löw. awe

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