Mexiko-Stadt – Pascal Wehrlein stellt sich die erste Frage in seinen Pressekonferenzen mittlerweile selbst. „Und, wo fährst du nächstes Jahr?“, sagt er dann stellvertretend für die Reporter, weil er genau weiß, dass seine Zukunft in diesen Tagen am meisten interessiert. Dann liefert er die immer gleiche Antwort hinterher: „Es gibt nichts Neues.“
Und genau das ist für Wehrlein alles andere als eine gute Nachricht, dem Worndorfer läuft langsam die Zeit davon. Noch drei Rennen für Sauber, dann könnte seine Karriere in der Königsklasse nach nur zwei Jahren erst einmal beendet sein. Bei den Schweizern hat er jedenfalls keine Zukunft mehr, die Zeitung „Blick“ fragte deshalb schon: „Fliegt Wehrlein aus der Formel 1?“
Einiges deutet darauf hin. Laut Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bietet Williams für Wehrlein die wohl „letzte Möglichkeit“, für 2018 noch ein Cockpit zu ergattern. Allerdings sei die Konkurrenz für den Mercedes-Werksfahrer beim Traditionsrennstall groß. „Ihr wisst alle, dass dort verschiedene Piloten in Erwägung gezogen werden“, sagte Wolff. Neben Lance Stroll, der wegen des Geldes seines Vaters als gesetzt gilt, machen sich auch der zweite diesjährige Stammpilot Felipe Massa sowie der ehemalige Formel-1-Pilot Robert Kubica und Testfahrer Paul di Resta Hoffnungen. Das Team bezieht seine Motoren zwar von Mercedes, der Verhandlungsspielraum für Wolff sei allerdings erschöpft. Er könne jetzt „nicht mehr tun“, sagte er. Und: „Es kommt der Punkt, an dem ein Fahrer auf eigenen Beinen stehen muss.“ sid