ingolstadt im pokal-achtelfinale

Extra-Spiel und Weihnachtsgeld

von Redaktion

Während der FCI seine eigene Entwicklung feiert, flüchtet sich Fürth in Durchhalteparolen

Fürth – Der FC Ingolstadt freut sich auf das Extra-Spiel im DFB-Pokal vor Weihnachten und die weitere Aufholjagd in der 2. Liga. Bei der arg kriselnden SpVgg Greuther Fürth dagegen dominieren nach der nächsten Enttäuschung die Durchhalteparolen. Das für beide Teams symptomatische Zweitrundenspiel, das die Schanzer mit 3:1 (0:0) gewannen, hat aufgezeigt, wie es mit dem FCI und Fürth in den kommenden Wochen in der 2. Fußball-Bundesliga weitergehen soll. Die siegreichen Gäste bauen auf erfolgsbringende Moral und den positiven Trend – die Franken wissen einmal mehr, woran es derzeit hakt.

„Die Reaktion, die wir gezeigt haben, spricht für uns, die Moral und die Entwicklung, die gerade bei uns zu sehen ist“, sagte Ingolstadts Robert Leipertz. Trotz des Rückstandes kurz nach der Pause durch David Raum drehte der FCI die Partie dank Almog Cohen (Elfmeter), Stefan Lex und Alfredo Morales. „Die Jungs sagen immer, ich soll schießen, schießen, schießen“, berichtete Morales nach seinem Tor aus der Ferne. „Es wurde Zeit, dass ich mal treffe.“

Der Mittelfeldspieler versicherte, auch nach dem 0:1 an ein Weiterkommen geglaubt zu haben. „Für mich war selbstverständlich, dass wir das Ding ziehen. Ich habe die Ausstrahlung und den Willen von jedem Einzelnen gespürt“, sagte Morales. Der Erfolg beschert dem FCI ein Achtelfinalspiel im Dezember und 637 000 Euro Extraeinnahmen. „Es freut mich für uns und die Fans, dass wir kurz vor Weihnachten noch ein Highlight haben“, sagte Morales. Er hofft auf ein Heimspiel. Einen Lieblingsgegner bei der Auslosung am Sonntag habe er nicht.

Solche Fragen beschäftigen die Fürther nicht mehr. Für das Team von Trainer Damir Buric steht nur noch der Kampf gegen den Abstieg in der 2. Liga im Fokus. „Wir werden Vieles, was heute positiv war, für das nächste Spiel mitnehmen“, sagte der Coach und erklärte: „Es ist gut, wie sich die Mannschaft gegen einen sehr guten Gegner gewehrt hat.“ In der Aussage schwingt Zweckoptimismus mit.

Die Franken haben fünf der vergangenen sechs Pflichtspiele verloren und sind Tabellenvorletzter in der Meisterschaft. „Natürlich ist die Stimmung gedrückt“, berichtete Marius Funk, der für den erkrankten Stammtorhüter Sascha Burchert zu seinem Profidebüt gekommen war. „Wir werden die Köpfe wieder hochnehmen. Am Samstag steht das nächste Spiel an. Wir müssen jeden Tag arbeiten und uns positiv stimmen.“

Wie schon seit Wochen ist die Abschlussschwäche eines der Mankos in Fürth. „Wir müssen im Spiel gegen Sandhausen das Glück erzwingen. Dann werden die Erfolge auch wiederkommen“, sagte Raum.

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