Bremen – Langersehntes Erfolgserlebnis für Werder Bremen, kurze Atempause für Trainer Alexander Nouri: Die in der Bundesliga noch sieglosen Norddeutschen zogen mit einem überraschenden 1:0 (1:0)-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim im DFB-Pokal ins Achtelfinale ein, der Tabellen-17. stoppte damit vorläufig seine sportliche Talfahrt. Für den Treffer des Tages sorgte vor 31 210 Zuschauern nach einer halben Stunde Ishak Belfodil. Der bislang an der Weser glücklose Torjäger drückte den Ball aus zwei Metern Entfernung über die Torlinie. Der Stürmer verlängerte damit die Pokal-Erfolgsserie der Grün-Weißen vor eigenem Publikum auf 36 Partien in Serie seit 1988 ohne Niederlage.
Werders Sieg war glücklich, aber nicht unverdient. Die Mannschaft agierte kompakt und holte sich gegen den favorisierten Europa-League-Teilnehmer ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Die Hoffenheimer waren über weite Strecken feldüberlegen, kamen zu wenigen klaren Chancen.
Ein wuchtiger Freistoß von Andrej Kramaric an die Querlatte des Bremer Tores (52.) leitete einen offensiv geprägten Start des Bundesliga-Vierten in die zweite Halbzeit ein. Doch in der Folgezeit ging dieser Schwung wieder verloren. Nouri nach exakt einer Stunde zur Entlastung den nach einem Schlüsselbeinbruch wieder genesenen Max Kruse ein. Am Ende hatte er damit Erfolg. sid/dpa