München – In seinen ersten Wochen hatte Hasan Salihamidzic als neuer Sportchef des FC Bayern einen schweren Stand, doch im Interview mit der „Sport Bild“ erklärte er nun, dass er ein dickes Fell habe – und große Pläne. „Ich kann einstecken, deswegen prallt Kritik auch an mir ab“, meinte der 40-Jährige. „Und eine klare Meinung zu haben bedeutet nicht, immer alles kommentieren zu müssen. Zur richtigen Zeit kann ich auch austeilen, keine Sorge.“
Dass er nicht immer eine gute Figur gemacht habe, sehe er selbst so, und erklärte das damit, dass er sich erst in den neuen Beruf einfinden müsse. Unter seinen Vorgängern, so klingt es immer wieder durch, sei vieles nicht optimal gelaufen. Vor allem die Scoutingabteilung liegt dem früheren Publikumsliebling am Herzen: „Ich komme früh und gehe spät. Im Fokus meiner Arbeit steht, der Mannschaft und den Trainern den Rücken freizuhalten. Ich bin aber nicht nur für das Profiteam zuständig. Derzeit kümmere ich mich besonders intensiv um die Neustrukturierung der Scoutingabteilung. Wir werden einiges verändern, arbeiten mit Video-, Daten- und Live-Scouting. Wir wissen, wie bei den großen Klubs gearbeitet wird, ich habe mich umgesehen. Wir werden mehr Live-Scouts einstellen, die großen fünf Ligen permanent abdecken.“ ANDREAS WERNER