Last-Minute-Helfer aus Kanada

von Redaktion

Der Tölzer Probespieler St. Jacques trifft im Derby doppelt – zieht aber auch Unmut auf sich

Bad Tölz – Der Last-Minute-Transfer hat sich umgehend ausgezahlt: Seinen ersten Scheibenkontakt im Tölzer Trikot beim Derby gegen den SC Riessersee schloss der Kanadier Chris St. Jacques mit dem 1:0 ab. Zwar drehten die Garmisch-Partenkirchner das Spiel in ihrer besten Phase auf 2:1. Doch die Löwen waren ihnen an Einsatz und Kampfgeist am Sonntag deutlich überlegen und gewannen das Prestige-Duell in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) mit 7:3.

„Tölz war klar besser“, gab SCR-Trainer Toni Söderholm frustriert zu. „Ein verdienter Sieg“, freut sich der Tölzer Trainer Rick Boehm. „Wir hatten das nötige Glück beim Toreschießen.“

St. Jacques, für sechs Wochen mit einem Probevertrag als Ersatz für Joonas Vihko ausgestattet, machte es vor: Von Florian Strobl in Szene gesetzt, vollstreckte er später eiskalt zum zwischenzeitlichen 4:2. Der 34-Jährige, der als disziplinär nicht ganz einfach gilt, könnte vom Spielertyp her genau der richtige für die Löwen sein: Fackelt nicht lange, vollstreckt eiskalt. Auch Zweikämpfe scheut der bullige Mittelstürmer nicht, der im Derby im dritten Sturm mit Michael Endraß und Florian Strobl zum Einsatz kam.

Leidtragender im ersten Drittel war der Garmischer Joel Johansson, der sich bei St. Jacques’ Angriff verletzte. Fairer Check oder böses Foul? Darüber gingen die Meinungen im mit 4115 Zuschauern ausverkauften Tölzer Eisstadion auseinander. Eine Strafe gab’s nicht. Dafür aber weitere Chancen für die Löwen. Sie konnten es sich diesmal sogar leisten, damit sorglos umzugehen, weil von Riessersee wenig zu sehen war und Andreas Schwarz, Strobl und Endraß doch noch trafen. nick scheder

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