von Redaktion

Sportlich gibt es ja wenig auszusetzen am EHC München, der Meister der Jahre 2016 und 17 steht wieder an der Spitze der DEL und hält die Fahne des deutschen Eishockeys auch in der Champions League hoch. Trotzdem: Er hat jetzt bereits 16 Mal am Stück verloren, ist sieglos seit dem 17. September, als er in Wolfsburg in der Verlängerung verlor.

Kompliziert, widersinnig? Die Auflösung ist: Die Deutsche Eishockey-Liga hat seit dieser Saison eine Jubel-Option eingeführt, eine Art der virtuellen Teilhabe an einem Match. Auf der DEL-App können die User bis zum Ende eines Spiels durch Wischen zum Ausdruck bringen, welches Team ihnen sympathischer ist. Und bei dieser Form des Eishockey-Tinderns erreicht der reiche EHC keine guten Werte. Nur in Wolfsburg (+2) und gegen Ingolstadt (+19) wurden ihm mehr Jubeleinheiten zuteil als dem anderen Team. Und beim ersten Punktspiel in Krefeld (+96).

Im Rückspiel gegen die Pinguine hat der EHC München aber ein Liebesdesaster erlebt: 597 Votes mehr für Krefeld (1022) als für München (425). Auch Ingolstadt konnte zurückherzen (+59).

Beliebteste Teams in der DEL laut Jubelpunkt-Vergabe sind übrigens Nürnberg Ice Tigers und Eisbären Berlin. Günter Klein

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