„Die sicherste WM überhaupt“

von Redaktion

Katar lädt zu Expertenkonferenz: 2022 mit Polizisten aus aller Welt

Doha – Aktuell steht nächstes Jahr zwar die WM in Russland an, doch auch in Katar wird die Ausrichtung des Turniers 2022 immer präsenter. Ab heute findet in Doha eine zweitägige Konferenz statt, auf der es um die Sicherheit während der WM geht. Unter anderem spricht Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock zu den Experten aus aller Welt.

„Wir sind das einzige Land, das zehn Jahre für die Vorbereitungen auf eine Fußball-WM hat“, sagte der stellvertretende WM-Sicherheitschef Major Mohammed Al-Ali mit Blick auf die Konferenz. „Wir arbeiten mit vielen nationalen und internationalen Behörden zusammen – und wir sind bereit. Es wird die sicherste WM überhaupt.“

Polizeibeamte aus der ganzen Welt sollen die einheimischen Sicherheitskräfte während des Turniers vor Ort unterstützen, wie es sich ja auch bereits bei den jüngsten Welt- und Europameisterschaften bewährt hat. Man wird wieder auf die Kenntnisse über die Fan- und Hooliganszene der Polizisten aus den Besucherländern zurückgreifen.

Um Gewaltexzessen vorzubeugen, aber auch mit dem Blick auf die religiösen Werte in der arabischen Welt, soll der Alkoholkonsum reglementiert werden. Zudem werden wie bei den vorhergegangen Fußballgroßevents im Zweifel Schnellgerichte für eine rasche Aburteilung gewaltbereiter Besucher sorgen.

Das Emirat erwartet bei der WM im Winter 2022 rund 1,3 Millionen Gäste, was in etwa der Hälfte von Katars Einwohnerzahl entspricht. Wie groß die logistische Herausforderung ist, liegt auf der Hand. Die Organisatoren gehen davon aus, dass sich die meisten Fans direkt in Doha einquartieren und von dort zu den Spielen ausschwärmen. Katar ist ungefähr so groß wie Hessen.  awe

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