Im Blickpunkt

von Redaktion

Braun tritt zurück – Bayern auf Arzt-Suche

Der letzte Patient als offizieller Teamarzt des FC Bayern war für Volker Braun ausgerechnet: Kein Bayern-Spieler. Denn der 44-Jährige gab beim 3:1 in Dortmund gewissermaßen seinen Ausstand im Dress des Rekordmeisters, als sich Schiedsrichter Tobias Stieler verletzt hatte. In Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem medizinischen Stab des BVB konnte der Krampf des Referees gelöst werden. Danach war für Braun Feierabend. Wie man zwei Tage nach der Partie erfuhr: Für immer. Die Nachricht, dass sich die Wege des FC Bayern und Braun mit sofortiger Wirkung trennen werden, wurde gestern verschickt. Glaubt man der offiziellen Mitteilung, hat der Mediziner, der das Amt seit dem Rückzug von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt im Jahr 2015 bekleidete, selbst darum gebeten. Der Orthopäde und Unfallchirurg, neun Jahre für den FC Bayern tätig, erwähnte in seinen Abschieds-Worten eine „unheimlich intensive, interessante und schöne Zeit“, wolle sich aber nun „verstärkt“ um seine Praxis und seine Familie kümmern, die „in den letzten Jahren zu kurz kam“. Braun ist keiner, der nachtreten wird. Man darf aber davon ausgehen, dass der Rückzug gut überlegt war und nicht ganz freiwillig erfolgt ist. Anders als Karl-Heinz Rummenigge hat wohl vor allem Sportvorstand Hasan Salihamidzic Braun kritisch gesehen. Über die Nachfolge wird „in den kommenden Tagen intern beraten“.  hlr

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