Peiting – Sportler sind sensible Wesen. Für Torjäger gilt das ganz besonders. Milan Kostourek ist Torjäger. Zumindest wurde er vom EC Peiting als solcher eingekauft. Und sensibel ist er auch. Das zeigte sich, als es beim Tschechen zuletzt nicht wirklich lief. Er wirkte verunsichert, tauchte teilweise komplett ab. „Er hat sehr mit sich gehadert, Niederlagen persönlich genommen“, sagt ECP-Trainer Sebastian Buchwieser. „Es war reine Kopfsache, dass er nicht erfolgreich war.“
Am Sonntag schoss sich Kostourek seinen Frust von der Seele – und die Blockade aus dem Kopf. Beim 6:1-Heimsieg des ECP gegen Weiden knipste der 34-jährige Budweiser (der für die Lausitzer Füchse in der DEL2 und für Milton Keynes in England gespielt hatte) dreimal, schoss sein Team zum ersten Heimsieg seit Mitte Oktober.
Der Erfolg gegen Weiden war nicht nur für Kostourek eine Befreiung. Denn nach der 1:2-Pleite nach Penaltyschießen in Lindau standen die Peitinger kurz davor, kollektiv in eine Krise abzurutschen. Buchwieser will davon nichts wissen, sagt: „Wir sind weit entfernt von einer Krise. Wir mussten zuletzt gegen die Top-Teams der Liga ran, da ist es klar, dass man nicht immer gewinnt.“
Schon gar nicht, wenn der Kopf nicht mitspielt. tf