Moskau – Russische Sportfunktionäre fordern einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea, wenn die Mannschaft dort nicht unter eigener Flagge antreten darf. Sie reagierten damit auf angebliche Überlegungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dem russischen Team als Strafe für die Dopingfälle in Sotschi 2014 die Teilnahme an der Eröffnungsfeier in Pyeongchang zu untersagen. Eine andere Variante sei, bei Siegen nicht die russische Nationalhymne zu spielen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf IOC-Quellen.
„Das ist unannehmbar. „Dann fährt unser Land eben nicht zu Olympia“, sagte die Abgeordnete und Sportpolitikerin Swetlana Schurowa. Russlands NOK-Chef Alexander Schukow hatte schon zuvor erklärt: „Russen werden bei den Olympischen Spielen nicht unter einer neutralen Flagge antreten, sondern nur für ihr Land.“ Solche Strafen machten einen Boykott unausweichlich, schrieb die Zeitung „Sport-Express“: „Russland wird nicht die weiße Flagge hissen.“ dpa