Aktuelles in kürze

von Redaktion

Draisaitl hart im Nehmen

Nach seiner überstandenen Gehirnerschütterung spielt Nationalstürmer Leon Draisaitl ohne Angst vor einer erneuten Verletzung am Kopf. Wenn man daran denkt, „ist man nicht bereit zu spielen. Das macht keinen Sinn. Ich habe lange genug gewartet, sodass ich sicher war, dass nichts passieren kann“, sagte der 22-Jährige im Interview mit Sport1. Der Profi von NHL-Klub Edmonton Oilers hatte sich im Spiel Mitte Oktober gegen die Winnipeg Jets nach einem Check eine Gehirnerschütterung zugezogen. Nach zwei Wochen Pause hat der Center schnell wieder zurück zu seiner alten Stärke gefunden. Beim 2:1-Sieg bei den New York Islanders in der Nacht zu Mittwoch erzielte Draisaitl einen Treffer selbst, den zweiten legte er auf. Draisaitl bedauert, dass er nicht bei Olympia im kommenden Jahr für Deutschland auflaufen kann, weil sich die NHL und das IOC nicht einigen konnten. „Es ist natürlich sehr schade, aber leider Gottes nicht meine Entscheidung“, sagte der Sohn von Ex-Nationalspieler Peter Draisaitl.

Altstar Jaromir Jagr hat mit seinem 1925. Einsatz in der nordamerikanischen Profiliga NHL inklusive Playoffs den legendären Gordie Howe (1924) hinter sich gelassen und ist nun alleiniger Zweiter. In Führung liegt in der Rekordliste Mark Messier (1992). Der 45-jährige Tscheche Jagr war in der Nacht zu Mittwoch nach gut zweiwöchiger Verletzungspause aufs Eis zurückgekehrt und hatte mit den Calgary Flames 3:5 bei den Vancouver Canucks verloren. Jagr hatte Anfang Oktober in Calgary einen Einjahresvertrag unterschrieben.

Profi Enrico Kölling will im WM-Kampf am Samstag dem großen Favoriten Artur Beterbijew aus Russland ein Bein stellen. „Jetzt wollen wir ihn ärgern und zeigen, dass vielleicht der kleine dicke Deutsche ihm einen Strich durch die Rechnung machen kann“, sagte der Halbschwergewichtler der „Sport-Bild“ vor seinem Kampf um den vakanten IBF-Titel in Fresno/Kalifornien. Der 27-Jährige Kölling weiß, dass sein russischer Rivale, der alle seine elf Profikämpfe durch K.o. gewann, ein ganz harter Brocken ist. „Es gibt keinen besseren Halbschwergewichtler als Beterbijew“, sagte der Berliner, der in 24 Kämpfen auch erst einmal als Verlierer den Ring verließ. Erschwerend kommt hinzu, dass Kölling Diabetiker ist. Täglich muss er sich Insulin spritzen. Außerdem muss er stark auf seine Ernährung und seinen Biorhythmus achten. Nach der Diagnose 2015 hatten Ärzte ihm zunächst prognostiziert, dass er mit dieser Krankheit seine Profikarriere wohl beenden müsse. „Das war zunächst ein Schock für mich“, berichtete Kölling: „Da sind auch ein paar Tränen geflossen, als keiner geguckt hat.“

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