London – Kaum hatte Boris Becker höchstpersönlich Alexander Zverev, 20, und Roger Federer, 36, bei der Auslosung für die ATP-WM in London in einer Gruppe zusammengeführt, da war Deutschlands Spitzenspieler im fernen Mailand auch schon wieder genervt. „Roger Federer ist immer noch mein Idol, ich glaube, ich habe diese Frage schon 150-mal beantwortet“, sagte Zverev als Gast des „NextGen“-Finales.
Dort war ursprünglich auch der Hamburger als Teilnehmer fest eingeplant, doch anstatt sich beim Saisonfinale der nächsten Generation weiter in den Fokus zu spielen, will Zverev nach einem überragenden Jahr der Spitze der Weltrangliste ein Stück näher rücken. In London treffen sich in der kommenden Woche die acht weltbesten Spieler des Jahres 2017 – und Zverev werden durchaus Chancen eingeräumt, als erster Deutscher seit Rainer Schüttler 2003 zumindest das Halbfinale zu erreichen.
Das scheint auch keineswegs ausgeschlossen, denn in der Boris-Becker-Gruppe hat es Zverev außer mit Federer noch mit dem Kroaten Marin Cilic und Jack Sock (USA) zu tun – lösbare Aufgaben für die Nummer drei der Welt.
In der Pete-Sampras-Gruppe kämpfen Rafael Nadal (Spanien), Dominic Thiem (Österreich), Grigor Dimitrow (Bulgarien) und David Goffin (Belgien). Vorjahressieger Andy Murray (Großbritannien) ist wegen andauernder Hüftprobleme in der Reha und kann seinen Titel daher nicht verteidigen.
„Dass ich nach diesem unglaublichen Jahr im Kreis der acht weltbesten Spieler dabei bin, ist sehr speziell für mich“, sagte Zverev in Mailand, wo er ein Exhibition Match gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas bestritt. sid