München – MotoGP-Pilot Jonas Folger kennt nach langer Ungewissheit die Ursache für seine wiederkehrenden Schwächeanfälle. Der 24-Jährige aus Schwindegg leidet unter dem Gilbert-Syndrom, einer erblich bedingten Transport- und Stoffwechselstörung. Das ist das Ergebnis der Analysen der TU München. „Es ist eine große Erleichterung, dass wir jetzt ein klares Verständnis der Situation haben und vorankommen“, sagte Folger, der wegen seiner Gesundheitsprobleme zuletzt in der WM pausieren musste.
Beim Gilbert-Syndrom kann die Leber Toxine nicht richtig verarbeiten. Folger unterzieht sich deshalb einer Entgiftung und bekommt eine Spezialdiät. „Die letzten sechs Wochen waren sehr schwierig für mich, weil ich nicht wusste, was passiert ist oder warum mein Körper komplett kollabierte“, so Folger.
Zudem wurde von Ärzten festgestellt, dass sich Folger bei seinem Sturz beim Aragonien-GP schwerer verletzt hat als bisher angenommen. Als er mit der Kehle gegen den Windschutz seiner Yamaha prallte, wurde ein Nerv in einem Stimmband beschädigt.
Folger hofft, mit dem Tech3-Team schnell in den Rennsport zurückkehren zu können. sid