Radek Stepanek (38) hat nach 21 Jahren auf der ATP-Tour seine aktive Laufbahn beendet. Dies gab der zweimalige Davis-Cup-Sieger mit Tschechien gestern in Prag bekannt. „Ich wollte so lange wie möglich spielen“, sagte Stepanek, der in den letzten Jahren von zahlreichen Verletzungen geplagt war. Zuletzt unterzog sich Stepanek einer Operation an der Lendenwirbelsäule, sein letztes Match datiert von den Australian Open im Januar. Stepanek gewann im Einzel fünf Titel auf der Tour, in der Weltrangliste kletterte er im Juli 2006 bis auf Position acht. Im Doppel feierte der Rechtshänder 18 Turniersiege. Seine größten Erfolge waren die Titelgewinne bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne (2012) und New York (2013) an der Seite des Inders Leander Paes. 2012 und 2013 gewann er auch mit dem tschechischen Team den Davis Cup.
David Goffin führt als Topspieler das belgische Aufgebot im Davis-Cup-Finale gegen Gastgeber Frankreich in Lille (24. bis 26. November) an. Der Achte der Weltrangliste hatte zum Auftakt des ATP-Finales in London den Spanier Rafael Nadal in drei Sätzen bezwungen – seine Chancen auf den Halbfinaleinzug stehen gut. Belgiens Kapitän Johan van Herck nominierte dasselbe Team, das sich im Halbfinale gegen Australien (3:2) durchgesetzt hatte. Neben Goffin sollen auch Steve Darcis, Ruben Bemelmans und Arthur De Greef mithelfen, den Belgier bei ihrer dritten Finalteilnahme den ersten Titel zu bescheren. In der ersten Runde hatten die Belgier in Frankfurt mit 4:1 gegen die deutsche Mannschaft gewonnen.
Der erneut schwache Dennis Schröder hat mit seinen Atlanta Hawks in der NBA die vierte Niederlage in Serie kassiert. Bei den New Orleans Pelicans verlor die Mannschaft des deutschen Nationalspielers mit 105:106 und ist nach der zwölften Niederlage im 14. Saisonspiel gemeinsam mit den Dallas Mavericks das schlechteste Team der Liga. Schröder traf nur fünf seiner 18 Wurfversuche aus dem Feld, elf Punkte standen am Ende für den gebürtigen Braunschweiger zu Buche.
Die Major League Baseball (MLB) trauert um ihren ältesten ehemaligen Spieler. Bobby Doerr, neunmaliger Allstar und Klublegende der Boston Red Sox, ist im Alter von 99 Jahren in Junction City/Oregon gestorben. Doerr stand als Spieler, Scout und Trainer 27 Jahre lang bei den Red Sox unter Vertrag. Seine Trikotnummer 1 wird von der Franchise nicht mehr vergeben. Der Hall-of-Famer erreichte 1946 mit Boston die World Series, verpasste aber den Titelgewinn. „Bobby Doerr gehörte zu einer Ära von Baseball-Giganten uns stach dennoch heraus“, sagte John Henry, Besitzer der Red Sox.