Tokio – Das in Japan ungemein populäre Sumo-Ringen wird von einem handfesten Skandal erschüttert. Harumafuji Kohei, Großmeister aus der Mongolei, soll seinem Gegner und Landsmann Takanoiwa Yoshimori eine Bierflasche über den Kopf gezogen haben. Harumafuji bestätigte den durch die Medien verbreiteten Vorfall nicht, bat aber um Verzeihung. „Ich entschuldige mich in aller Form dafür, dass Takanoiwa verletzt wurde“, sagte Harumafuji. Zum Streit zwischen dem Yokozuna (33) und Takanoiwa (27) soll es im vergangenen Monat gekommen sein.
Sumo-Ringer müssen strenge Regeln beachten. So ist es dem Sieger nach dem Kampf nicht erlaubt, Emotionen zu zeigen, da dies dem Verlierer gegenüber als respektlos gelten würde. Viele Skandale um Gewaltexzesse, Korruption und abgesprochene Kämpfe hatten zuletzt für sinkendes Interesse und schwächelnde Einschaltquoten gesorgt. sid