Bundesligist Borussia Dortmund hat seinen Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang „aus disziplinarischen Gründen“ aus dem Kader für das Bundesligaspiel am heutigen Abend beim VfB Stuttgart gestrichen. Das gab der BVB gestern bekannt. Zu den Hintergründen machte der Klub zunächst keine Angaben. Nach Informationen der Bild-Zeitung und der Funke-Mediengruppe hängt die Maßnahme damit zusammen, dass Aubameyang mehrfach zu spät zum Training erschienen sei, zuletzt auch bei der Abschlusseinheit vor dem Stuttgart-Spiel. Ein Kurztrip des 28-Jährigen nach Barcelona während der Länderspielpause soll mit der Suspendierung nichts zu tun haben. In seiner Zeit in Dortmund ist es nicht die erste „Erziehungsmaßnahme“ für Aubameyang. Anfang November 2016 hatte der damalige BVB-Coach Thomas Tuchel den Gabuner wegen einer nicht genehmigten Shopping-Tour nach Mailand kurz vor dem Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon für die Partie suspendiert. Zuletzt kassierte Aubameyang Anfang April 2017 eine Geldstrafe vom Verein, nachdem er sich zum Torjubel beim 1:1 auf Schalke am 1. April eine Comic-Maske seines Privatsponsors übergestülpt hatte.
Rund zwei Monate nach einem folgenschweren Zusammenprall am 16. September steht Christian Gentner vor seinem Comeback beim VfB Stuttgart. „Er hat gut und genug trainiert, er schont sich nicht. Wenn keine verrückten Dinge mehr passieren, wird er in den Kader zurückkehren“, sagte Trainer Hannes Wolf. „Die Ärzte sagen, dass es kein erhöhtes Risiko gibt.“ Zumal Gentner nach zwei Operationen, bei denen Titanplatten eingesetzt wurden, mit einer 700 Euro teuren Gesichtsmaske aus Carbon aufläuft.
Borussia Mönchengladbach kann morgen (18.30 Uhr) bei Hertha BSC wieder mit Weltmeister Christoph Kramer planen. „Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass er in der Startelf stehen wird“, sagte Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking. Kramer fehlte beim Bundesligisten zunächst zwei Spiele wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel und kam gegen Mainz nur in der zweiten Hälfte zum Einsatz.
Die früheren Vorsitzenden der FIFA-Ethikkommission, Hans-Joachim Eckert (München) und Cornel Borbely (Schweiz), haben gemeinsam mit dem Kommunikationsexperten Marc Tenbücken eine Beratungsfirma für Sportverbände und Klubs gegründet. Kernthemen der „Sports Governance Unit“ sind Good Governance, Integrität und Compliance. „Es ist heute wichtiger denn je, dass sich Sportfunktionäre mit Fragen von Ethik und Compliance befassen“, sagte Eckert.