München – Spätestens seit der 0:2-Pleite in Burghausen ist es das Tuschelthema rund um den TSV 1860: Wechselt Stürmer Sascha Marinkovic zu den Löwen? Nicht erst mit seinem Treffer zum vorentscheidenden 2:0 am Samstag hat sich der 25 Jahre alte Rumäne für ein Engagement beim Tabellenführer qualifiziert. Trainer Daniel Bierofka gab dieser Tage zu, den Toptorjäger der Regionalliga Bayern (14 Treffer) schon länger auf dem Zettel zu haben.
Auch Marinkovic scheint nicht abgeneigt zu sein, im Winter den SV Wacker zu wechseln. Das Interesse aus München schmeichelt ihm. „1860 ist eine große Mannschaft – wer will da nicht hin?“, sagte er. Klingt nach einer „gmaaden Wiese“, wie man in Bayern sagt. Wenn da nur nicht die Sache mit der Ablösesumme wäre . . .
Das Problem: Burghausen ruft 500 000 Euro auf – und andere, derzeit finanzstärkere Klubs haben den Stürmer ebenfalls auf dem Zettel. Angeblich sogar Zweitligisten.
Verbürgt dagegen ist das Interesse des KFC Uerdingen – was durchaus pikant ist. Zum einen ist der Tabellenführer der Regionalliga West ein möglicher Playoff-Gegner der Löwen. Zum einen hat auch der frühere Erstligist einen Investor, den Russen Michail Ponowarew – und der wirkt etwas entschlossener als Hasan Ismaik, seinen Klub zurück ins Oberhaus zu führen. 3 Millionen Euro beträgt der Etat der Krefelder. Da kann 1860 derzeit schwer mithalten. uli kellner