IOC-Mitglied Gian Franco Kasper will Präsident des Skiweltverbandes FIS bleiben. Laut Mitteilung der FIS informierte der 73 Jahre alte Schweizer beim FIS Council in Oberhofen am Wochenende über seine Absicht einer erneuten Kandidatur beim FIS Kongress im Mai 2018. Der meinungsstarke Kasper ist seit 1998 Verbandschef. Er löste damals seinen Landsmann Marc Hodler ab. Mittlerweile beträgt die Amtszeit als FIS-Präsident vier Jahre.
Die letzte reine Männer-Domäne bei Olympischen Winterspielen könnte bald fallen. Der Ski-Weltverband FIS hat beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für 2022 die Aufnahme der Nordischen Kombination der Frauen beantragt. Das teilte die FIS nach dem Herbsttreffen ihres Councils mit. Im kommenden Winter werden die Kombiniererinnen erstmals im neugeschaffenen Continental-Cup antreten, der Stufe unter dem Weltcup. Der weitere Plan sieht eine Weltcup-Saison ab 2020, eine WM-Premiere 2021 in Oberstdorf sowie das Olympia-Debüt 2022 in Peking vor. Die FIS sprach sich zudem zum dritten Mal für ein Mixed-Skispringen bei Olympia aus.
Mit einer fehlerfreien Kür hat Nicole Schott beim Grand Prix in Grenoble noch drei Läuferinnen überholt und am Ende den guten sieben Platz belegt. Die Essenerin sammelte 172,39 Punkte. Schott holte damit sogar Weltranglistenpunkte und liegt in der internen deutschen Qualifikation um den einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang weit vorne.
Die früheren Eistanzweltmeister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron aus Frankreich haben beim Grand Prix in Grenoble erneut einen Weltrekord aufgestellt. Zu Musik von Beethovens Mondscheinsonate tanzte das Paar beim Heimspiel mit atemberaubendem Ausdruck durch die vier Minuten der Kür, kam auf 201,98 Punkte und gewann überlegen. Papadakis/Cizeron waren Anfang des Monats beim Grand Prix in Peking sogar zwei Weltrekorde geglückt. Durch ihren Kür-Höchstwert von 119,33 Punkten hatten die Europameister in der Gesamtnote die zuvor unerreichten 200 Punkte übertroffen und die Bestmarke auf 200,43 Zähler hochgeschraubt.
Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee) hat ihren ersten Saisonsieg im Skeleton-Weltcup denkbar knapp verpasst. Die 25-Jährige holte am Samstag beim zweiten Rennen des olympischen Winters in Park City den zweiten Platz hinter der Russin Jelena Nikitina. Bei den Männern sorgte Vizeweltmeister Axel Jungk (Oberbärenburg) für eine Überraschung mit dem dritten Rang.