Bierofka: Rauft Euch zam!

von Redaktion

Der Löwen-Trainer reagiert genervt auf die vereinspolitischen Scharmützel von Ismaik und Mey

von uli kellner

München – Am liebsten hätte Daniel Bierofka die Aussage verweigert. Vereinspolitische Scharmützel nerven ihn grundsätzlich – und noch mehr verdrießen sie ihn, wenn sie die Vorbereitung auf ein Spiel beeinträchtigen. In diesem Fall: auf das Duell mit dem TSV Buchbach (heute, 20.05 Uhr), der den Löwen im Juli die erste von bisher vier Niederlagen zugefügt hatte.

„Interessiert mich nicht. Ist nicht meine Baustelle“, sagte der Löwen-Coach zu den gescheiterten Verhandlungen von Gerhard Mey und Hasan Ismaik über einen Anteilsverkauf. „Ich muss schauen, dass ich das im sportlichen Bereich mit meinen Jungs hinbiege. Was außenrum passiert, kann ich eh nicht ändern.“ Aber: Bierofka trägt sein Herz bekanntlich auf der Zunge – und so ließ er sich zumindest zu einem Appell hinreißen. Tenor: Rauft Euch endlich zusammen!

Bereits nach dem Spiel gegen Bayreuth Ende Oktober habe er öffentlich betont, „dass es nur zusammen geht“, erinnerte Bierofka. Ansprechpartner für Zukunftsfragen seien KGaA-Chef Markus Fauser und Präsident Robert Reisinger. „Es wäre gut, wenn man sich zusammensetzt“, empfahl Bierofka: „Egal, wie die Lösung dann aussieht.“

Die Chefetage um Reisinger hatte mehr als einen Tag benötigt, um auf die widersprüchlichen Aussagen von Mey („Ismaik möchte verkaufen – ohne Wenn und Aber“) und Ismaik („Zum letzten Mal: 1860 ist unverkäuflich“) zu reagieren. Grundsätzlich begrüße man „Veränderungen in der Gesellschafterstruktur“, teilte das Präsidium mit – sofern diese dazu dienen, „den Verein wirtschaftlich zukunftsfähig zu machen und den bestmöglichen sportlichen Erfolg zu garantieren“.

Den strebt auch Bierofka an, der neun Tage nach Burghausen (0:2) einen neuen Positivlauf starten möchte. Dass Sascha Mölders und Torhüter Marco Hiller wieder fit sind, lässt ihn aufatmen. Keine Rolle spielt für ihn das Hinspiel-0:1. „Ist mir total egal“, so der Coach: „Es geht nur um das Spiel am Montag.“

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