Bad Tölz – Einen Torgaranten haben sie einfach nicht. Zwar sah es noch am Freitag danach aus, als Philipp Schlager beim 6:2-Sieg gegen Freiburg dreimal für die Tölzer Löwen traf. Doch am Sonntag bei den Eislöwen Dresden ging auch er leer aus. Das Spiel ging mit 2:4 verloren, obwohl das DEL 2-Schlusslicht phasenweise überlegen war. Der Grund: Schwache Chancenverwertung, auch wegen eines starken Keepers Marco Eisenhut auf der Gegenseite.
„Wir haben vor dem Tor nicht das nötige Durchsetzungsvermögen gezeigt“, monierte Trainer Rick Boehm. Das lief bei den Gastgebern wesentlich besser: Zwei abgefälschte Tore und ein Nachschuss brachten die Dresdner mit 3:0 in Führung. Ganz ähnlich wie im Hinspiel, als die Löwen ebenfalls dominierten, aber 0:3 in Rückstand gerieten. Und genau wie Anfang Oktober starteten sie nach einer halben Stunde die Aufholjagd. Der mit einem Probevertrag ausgestattete Kanadier Chris St. Jacques staubte einen Nachschuss ab und traf in seinem fünften Spiel zum vierten Mal. Schlager konnte sich wenigstens einen Punkt für den einleitenden Pass notieren. Hannes Sedlmayr verkürzte auf 2:3. Doch dabei blieb es – trotz weiterer guter Möglichkeiten.
Eine Erklärung für die Abschlussschwäche hat der Trainer nicht. „So ist es eben oft, wenn man in der Tabelle hinten drin steht.“ Und ein Schlager, der in jedem Spiel rackert und bereits elf Tore vorbereitet hat, trifft eben auch nicht immer mehrfach – wie gegen Freiburg mit einem Hattrick in zehn Minuten im Mitteldrittel.
Trainer Boehm war auch mit der Leistung gegen Dresden zufrieden. „Wir haben die Zweikämpfe gut angenommen, haben den Gegner unter Druck gesetzt.“ Dass das keine Punkte bringt, ist ihm allerdings sehr wohl bewusst. Nick Scheder