LEIPZIG

Rangnicks Geschenk

von Redaktion

Leipzig – Uli Hoeneß war sich ganz sicher. RB Leipzig könne es „nicht nur mit jungen Leuten schaffen, wenn man dreimal die Woche spielt“, sagte der Präsident des FC Bayern und empfahl dem Emporkömmling, die Klubstrategie „in der neuen Saison zu modifizieren“. Hoeneß’ Aussagen stammen aus dem Mai – und sind spätestens seit dem 2:0-Heimsieg des jungen RB-Teams gegen Werder Bremen überholt.

Der hart erkämpfte Dreier war der vierte Sieg im fünften Spiel nach einem Champions League-Auftritt, zudem gab es ein Unentschieden. Leipzig ist trotz Doppelbelastung wie schon in der Vorsaison erster Bayern-Verfolger – mit nur noch drei Punkten Rückstand. „Das ist top! Darauf können die Jungs stolz sein“, sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl: „Die Spiele waren alle zäh und wurden am Ende über den Willen gewonnen.“ So wie gegen Bremen.

Von der Leistung der 4:1-Gala vier Tage zuvor bei AS Monaco waren Timo Werner und Co. weit entfernt, aber RB brachte das Spiel im Stile eines Spitzenteams nach Hause. Danach jedoch hielten sie den Ball flach. „Sich mit Bayern zu vergleichen ist schwierig. Wir erledigen unsere Aufgaben“, sagte Nationalspieler Diego Demme.

Die bislang starke Saison wurde gestern bei der Vereins-Weihnachtspartyein wenig gefeiert. Und der Klub hatte für die Fans auch ein Geschenk dabei: Unter Jubel wurde die Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Ralf Rangnick um zwei weitere Jahre bis 2021 bekannt gegeben.  sid

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