Argentiniens Trainer Sampaoli: Deutschland kein WM-Favorit

von Redaktion

Argentiniens Nationaltrainer Jorge Sampaoli, 57, hat Weltmeister Deutschland die Qualität zur Titelverteidigung abgesprochen. „Ich nenne nicht Deutschland, weil ich nicht mag, wie sie spielen“, sagte er auf die Frage nach seinen WM-Favoriten. Zwar habe die DFB-Auswahl „eine sehr gute Struktur“, aber halt keine Superstars in ihren Reihen wie die anderen Fußball-Großmächte. Bei einer Fragestunde mit Journalismus-Studenten in Buenos Aires nannte Sampaoli Brasilien, Frankreich und Spanien als seine Titelkandidaten. Das Trio sei Argentinien „einen Schritt voraus, weil sie schon länger zusammenspielen“. Die Gauchos hatten in der südamerikanischen WM-Qualifikation mit 13 Zählern Rückstand auf Brasilien erst am letzten Spieltag ihr Russland-Ticket gelöst. Frankreich, Spanien und vor allem Deutschland waren in ihren jeweiligen Europa-Gruppen glatt durchmarschiert. Laut Sampaoli hängt Argentiniens Schicksal allein an Lionel Messi. „Wir müssen in den Kopf bekommen, dass wir eine Trumpfkarte haben. Er ist der einzige Unantastbare“, erklärte Sampaoli, der erst im Sommer das Traineramt übernommen hatte und in den folgenden vier Qualifikationsspielen bei drei Remis nur einen einzigen Sieg einfahren konnte.

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