Erst siegen, dann singen

von Redaktion

Bierofkas Löwen wollen das Punktspieljahr mit einem Erfolgserlebnis beenden

von uli kellner

München – Sie vertritt eine Mehrheit beim TSV 1860, die sich zum Ziel gesetzt hatte, den Kooperationsvertrag mit Hasan Ismaik zu kündigen. Mit dem nach ihr benannten Antrag sorgte Ulla Hoppen für einigen Wirbel. Juristen durchkreuzten zwar jüngst den Trennungsplan, doch die 57-jährige Hoppen kennt man jetzt über Giesing hinaus – und auch die anderen schönen Ideen, für die sie und ihre Unterstützer stehen. Zum Beispiel das traditionelle Adventssingen. Morgen findet es bereits zum fünften Mal statt – mit der blonden Hoppen als Vorsängerin im Bonnie-Tyler-Stil (Reibeisenstimme).

Ob Daniel Bierofka an der besinnlichen Veranstaltung teilnehmen wird, dürfte maßgeblich vom Vorprogramm gegen Schalding-Heining abhängen. Das letzte Punktspiel des Löwenjahres findet exakt 24 Stunden vor dem Adventssingen statt, ebenfalls im Grünwalder Stadion. „Es ist ein Heimspiel, da zählen nur die drei Punkte“, sagte der Coach: „Wir wollen uns unbedingt mit einem positiven Ergebnis verabschieden.“

Allerdings: Die Formkurve des eigenen Teams zeigte zuletzt nach unten – und der rote Rivale habe schließlich vorgemacht, dass man gegen den Passauer Vorortklub auch zu Hause ziemlich alt aussehen kann. Endstand im Oktober: 1:3. „Gegen Bayern haben sie sehr defensiv gespielt“, berichtete Bierofka: „Das ist eine konterstarke Mannschaft. Es ist nicht einfach, gegen ihre Sechserkette durchzukommen. Es wäre daher wichtig, dass wir in Führung gehen.“

Wichtig auch für Bierofka: Daniel Wein, tags zuvor im Training umgeknickt, hat sich einsatzfähig gemeldet: „Sieht gut aus.“ Ebenso Nico Karger. Die Erkältung, die dem besten Torjäger am Donnerstag noch zu schaffen machte, ist rechtzeitig abgeklungen.

Und morgen wird dann gesungen, oder? „Jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf Freitag“, wehrte Bierofka ab und ließ durchblicken, dass er seine Qualitäten eher woanders sieht: „In Musik hatte ich auf jeden Fall keine 1.“

Was er nach Spielen aber immer hat, ist eine äußerst heisere Stimme. In seinem Fall: Joe-Cocker-Stil.

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