Der FC Arsenal sucht weiter seine Topform. Beim FC Southampton kam das Team mit den deutschen Weltmeistern Mesut Özil und Per Mertesacker nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Auch Meister FC Chelsea kassierte durch das 0:1 (0:1) bei West Ham United einen bitteren Rückschlag. Besser lief es für Aufsteiger Huddersfield Town. Nach vier Niederlagen in Serie kam das Team des deutschen Trainers David Wagner und des ehemaligen 1860-Kapitäns Christopher Schindler zu einem 2:0-Erfolg gegen Brighton.
Wegen des Fehlverhaltens einiger Anhänger wurde der FC Bayern seitens der UEFA mit einer Geldstrafe belegt. Der einzige deutsche Vertreter im Achtelfinale der Champions League muss 20 000 Euro Bußgeld entrichten, weil Fans beim 2:1-Auswärtssieg in Anderlecht als Protest gegen die Ticketpreise Falschgeld auf das Spielfeld geworfen und mit Spruchbändern die „Gier“ der UEFA kritisiert hatten.
Nach Mehmet Scholl, 47, übt auch Felix Magath, 64, Kritik an den jungen deutschen Konzepttrainern. „Ich glaube nicht, dass die sportliche Entwicklung besser wird, wenn man nur noch junge Trainer von Nachwuchsmannschaften in der höchsten Spielklasse einsetzt“, sagte der erfahrene Coach (zuletzt beim chinesischen Erstligisten Shandong Luneng) in einem Interview: „Meiner Meinung nach ist Erfahrung im Trainerberuf sehr wichtig. Ich kann mich nur wundern über die jüngste Entwicklung in der Bundesliga.“
Der frühere HSV-Profi Paul Scharner, 37, reiht sich ein in die Riege österreichischer Ex-Fußballer, die von brutalen Erniedrigungsritualen berichten. Bei Austria Wien sei er 2001 mit Schuhcreme eingeschmiert und mit Badelatschen auf den nackten Hintern geschlagen worden. Dazu seien ihm die Haare abrasiert worden. „Bei mir ist der Vorfall insofern glimpflich ausgegangen, weil ich keine Tube anal eingeführt bekommen habe“, sagte der Nationalspieler: „Es hat mich brutal geprägt. Menschliche Beziehungen konnte ich im Fußballumfeld nur mehr schwer aufbauen.“