Flaschenwürfe sind der neueste Trend unter Bundesliga-Trainern. Julian Nagelsmann traf erst zuletzt aus Versehen einen Fan am Kopf, Domenico Tedesco pfefferte beim 4:4 gegen Dortmund vor zwei Wochen sein Wasser auf den Boden. Und Heiko Herrlich wollte halt auch mal „in“ sein. Das Blöde: Der Leverkusener Coach wurde für seinen Wurf beim 2:0 in Stuttgart auf die Tribüne verbannt.
Er nahm es mit Humor – und entschuldigte sich: „Ich habe eine Vorbildfunktion, da steht es mir nicht zu, eine Flasche zu werfen.“ Als aufmerksamer Beobachter seiner Kollegen war aber auch Herrlich nicht entgangen, dass er als Erster für ein derartiges Vergehen bestraft worden war. „Ein anderer Trainer hat ja auch schon mal auf einen Zuschauer geschmissen“, sagte er mit besten Grüßen an Nagelsmann. „In“ ist Herrlich immerhin noch mit dem sportlichen Trend: Seit zehn Liga-Spielen ist sein Team unbesiegt – Europa winkt. hlr