Aktuelles in kürze

von Redaktion

Schwere Vorwürfe

OLYMPIA

Der russische Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow wird im Dopingskandal um die Winterspiele 2014 in Sotschi schwer vom Kronzeugen Grigori Rodschenkow belastet. Dies geht aus der Urteilsbegründung zur lebenslangen Sperre Tretjakows für olympische Wettbewerbe hervor, die das IOC gestern veröffentlichte. In dem ausführlichen Urteil der Kommission unter dem Vorsitz des Schweizers Denis Oswald wird Rodschenkow als ehemaliger Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors als glaubwürdiger Zeuge eingestuft. Darin erklärt der in die USA geflüchtete Rodschenkow, er habe gewusst, dass Tretjakow verbotene Substanzen (den sog. Herzoginnen-Cocktail) zu sich nehme. Er habe am Abend nach Tretjakows Olympiasieg versichert, dass bei der Manipulation von dessen Dopingprobe alles reibungslos ablaufen werde.

Das deutsche Davis-Cup-Team wird in der ersten Runde der Weltgruppe in Australien auf einem Hartplatz spielen. Darauf legten sich die Gastgeber fest. Die Partie beim diesjährigen Halbfinalisten findet vom 2. bis 4. Februar 2018 in Brisbane statt. Die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) wird wohl von Alexander Zverev (Hamburg) angeführt. Der 20-Jährige hatte zuletzt bereits angekündigt, in Australien unbedingt spielen zu wollen.

Silvia Mittermüller (München) und Nadja Flemming (Röhrmoos) haben beim Big-Air-Weltcup in Copper Mountain das Finale verpasst. Mittermüller landete auf Rang 16, Flemming auf dem 26. Platz. Es siegte die Japanerin Reira Iwabuchi.

Bundestrainer Henning Lambertz hat die fehlende Lobby des Sports beklagt und sich für ein Sportministerium in der Regierung ausgesprochen. „Sport hat bei allen Parteien keine hohe Priorität, sondern kommt in den Konzepten irgendwo in einem Unterpunkt vor. Andere Länder in Europa haben eigene Sportminister und eigene Abteilungen, die sich um den Sport kümmern. Von denen sind wir Lichtjahre entfernt“, sagte Lambertz vor dem Start der Kurzbahn-EM in Kopenhagen (13. bis 17. Dezember). In Deutschland ist der Sport dem Bundesministerium des Innern zugeordnet.

Die US-Profiliga NFL hat mit dem Telekommunikations-Riesen Verizon einen mit 2,5 Milliarden Dollar (ca. 2,1 Mrd. Euro) dotierten Fünfjahresvertrag abgeschlossen. Verizon, zuletzt mit einem Jahresumsatz von 126 Milliarden Dollar in den Top 20 der weltgrößten Unternehmen platziert, erhielt im Gegenzug die Rechte für die Übertragung der NFL-Spiele auf seinen eigenen Internetportalen sowie auf mobilen Endgeräten.

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