Am Gipfel geht die Luft aus

von Redaktion

Bayern-Frauen verlieren 1:3 im Spitzenspiel in Wolfsburg – am Sonntag Hit gegen Frankfurt

VON ANDREAS WERNER

München – Die Fußballfrauen des FC Bayern haben sich im Verlauf der Vorrunde immer weiter an den Gipfel herangekämpft und sind gestern punktgleich als an der Tabellenspitze mit dem Titelverteidiger ins Topspiel der Bundesliga gegangen. Doch ganz oben ging der Mannschaft von Trainer Thomas Wörle nun doch die Luft aus. Nach dem 1:3 in Niedersachsen ist man nun hinter den SC Freiburg auf Rang drei gerutscht. Am Sonntag kommt der Tabellenvierte 1. FFC Frankfurt zur letzten Partie des Jahres ins Grünwalder Stadion (Anpfiff 14 Uhr). Der Endspurt hat es heuer in sich.

Gestern verschliefen die Münchnerinnen die ersten fünf Spielminuten – und das gründlich. Eva Pajor (2.) und Sara Björk (5.) bestraften die Nachlässigkeiten der bayerischen Defensive erbarmungslos, und obwohl Jovana Damjanovic bereits nach acht Minuten der Anschlusstreffer gelang, fanden die Gäste nie einen echten Zugriff auf die Partie. Alexandra Popp nutzte ein Missverständnis nach einer Ecke (Torfrau Manuela Zinsberger offenbarte Schwächen in der Beherrschung ihres Strafraums) mit dem 3:1. Nach 32 Minuten war dieses Spitzenspiel entschieden.

In der zweiten Hälfte fielen keine Treffer mehr, obwohl die Gäste nach einer guten Stunde in Überzahl agieren durften. Tessa Wullaert hatte die Ampelkarte gesehen. Die numerische Überlegenheit brachte aber nichts, und in der Nachspielzeit sah dann auch noch Jovana Damnjanovic ebenfalls Gelb-Rot. Wörle hatte zur Pause Sara Däbritz für Melanie Behringer und Lucie Vonkova für Mandy Islacker gebracht, aber sämtliche Schachzüge konnten nicht verhehlen, dass der Titelverteidiger individuell besser besetzt ist. Die Ausfallliste der Münchner war aber auch nach wie vor lang: Anna Gerhardt, Lena Lotzen, Kristin Demann, Viktoria Schnaderbeck, Sydney Lohmann und Fridolina Rolfö fehlten..

Mit Blick auf das wichtige Duell mit dem Traditionsklub aus Frankfurt sagte Wörle: „Das sind Spiele, auf die man als Fußballer hinarbeitet.“ Sie werden noch einmal alles geben, denn Platz zwei ist nach wie vor das Minimalziel.

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