OLYMPIA-Pfarrer

„Bei sportlichen Großereignissen ein Gesicht zeigen“

von Redaktion

Bonn – Der katholische Hochschulpfarrer von Düsseldorf und Wuppertal, Jürgen Hünten, begleitet die deutschen Athleten zu den Winterspiele vom 9. bis 25. Februar nach Pyeongchang, so die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn. „Ich packe einen imaginären kleinen Koffer, in dem gewisse Gedanken für unterschiedliche Situation drin sind“, sagte der 51-Jährige im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. Er hoffe jedoch nicht, dass sich ein tragischer Fall, wie 2016 der Tod eines Trainers in Rio de Janeiro, wiederholen werde.

Sportbischof Jörg Michael Peters sagte, mit Hünten übernehme ein Seelsorger die Aufgabe, der einige Sportler bereits kenne, weil er zwei Universiaden, die Weltsportspiele der Studenten, begleitet habe. „Das Schönste“ sei ganz sicher, mit den Athleten die Freude am Sport zu teilen. „Und auch bei den kommenden Winterspielen das Wunder zu erleben, dass bestehende nationale Spannungen und Fronten im internationalen Miteinander des Sports überwunden werden können – für eine Zeitspanne zumindest“, so der Trierer Weihbischof.

Die Präsidentin des katholischen DJK-Sportverbands Elsbeth Beha unterstrich ebenfalls Hüntens Erfahrung und fügte hinzu: „Für die Kirche ist es wichtig, dass sie bei solchen sportlichen Großereignissen ein Gesicht zeigt.“ Die Sportler wüssten es zu schätzen, dass es einen Ansprechpartner gibt – „ob bei Sieg oder Niederlage“.

Bei den Universiaden lernte Hünten auch seinen evangelischen Olympia-Kollegen kennen. Mit Pfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg bildet er nun auch das ökumenische Team bei den Winterspielen in Südkorea. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit, sagte Weber. „Jesus hat seine Jünger auch immer zu zweit losgeschickt. Es ist schön, dass die beiden Kirchen hier an einem Strang ziehen“, so Weber, der seit 2006 evangelischer Olympiapfarrer ist.  kna

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