Club im Rennen

von Redaktion

Historischer Aufstieg wird wieder realistisch

Düsseldorf – Im Frühjahr kann der 1. FC Nürnberg ein weiteres Kapitel Fußball-Geschichte schreiben. Sollte dem neunmaligen deutschen Meister die Rückkehr in die Bundesliga gelingen, würde er mit acht Aufstiegen einen Rekord aufstellen. Mit einem 2:0 beim direkten Konkurrenten Fortuna Düsseldorf zum Abschluss der Hinrunde im Unterhaus hat der Club zumindest ein Etappenziel erreicht: Er startet am Samstag auf einem direkten Aufstiegsplatz gegen den 1. FC Kaiserslautern in die Rückrunde.

„Da erwartet uns noch einmal ein heißer Tanz“, blickte Trainer Michael Köllner nach dem sechsten Auswärtssieg seiner Mannschaft, die erstmals seit dem 24. September wieder auf einen direkten Aufstiegsplatz kletterte, nach vorne. „Wir haben uns jetzt in der Tabelle vorne etabliert.“ Nur Überraschungs-Herbstmeister Holstein Kiel war an den ersten 17 Spieltagen besser als die Franken. Dass dem ehemaligen Rekordchampion noch ein steiniger Weg bevorsteht, ist dem 47-jährigen Köllner bewusst. Zumal dem Club ähnlich wie im vergangenen Winter wieder ein Leistungsträger von der Fahne geht. Dass U21-Nationalspieler Cedric Teuchert in der Winterpause geht, scheint beschlossene Sache, aus wirtschaftlichen Gründen. Dass der schon sechsmal erfolgreiche Angreifer für rund 1,5 Millionen Euro zum VfB Stuttgart wechselt, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Vergangenen Januar hatte der chronisch klamme FCN seinen Torjäger Guido Burgstaller, der 14 Treffer in der Hinrunde erzielt hatte, schweren Herzens zu Schalke 04 ziehen lassen müssen.

„Wir stehen jetzt nicht mehr unter dem Druck der vergangenen beiden Transferperioden“, sagt Bornemann zwar, aber dennoch muss er nach wie vor jeden Euro umdrehen. Zudem gilt es, für die kommenden Spielzeit zweigleisig zu planen. Derzeit ist der 46-Jährige bemüht, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Im kommenden Sommer laufen gleich zwölf Verträge aus.  sid

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