Köln und der letzte Strohhalm

von Redaktion

Drei Punkte, kaum Spieler: Nur Ruthenbeck glaubt an die Sensation

Köln – Der neue Geschäftsführer Armin Veh plant bereits für die 2. Bundesliga, doch Stefan Ruthenbeck klammert sich noch immer an den letzten Strohhalm. „Wir haben die Chance, gegen die beste Mannschaft Europas für eine Sensation zu sorgen“, sagte der Interimstrainer des noch immer sieglosen 1. FC Köln vor der Mammutaufgabe beim Tabellenführer FC Bayern: „Es wird natürlich schwierig. Aber wenn es eine Chance geben sollte, dann werden wir versuchen, diese auch wahrzunehmen.“

Höchst fraglich ist allerdings, wie sich der FC in der momentanen Verfassung überhaupt diese „Chance“ erspielen soll. Zumal sich die Kölner Personalsorgen nochmals dramatisch verschärften. Zu den ohnehin schon zahlreichen Verletzten gesellten sich die Offensivspieler Sehrou Guirassy (Zehen-Entzündung) und Yuya Osako (Lungenentzündung). Auch Konstantin Rausch sowie Claudio Pizarro (Oberschenkel) stehen nicht zur Verfügung.

Am Sonntag gab Köln gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg ein 3:0 aus der Hand, brach im zweiten Durchgang völlig ein und verlor noch 3:4 – gegen einen Gegner, der bis dato auswärts erst einen Punkt geholt hatte. Knapp 76 Stunden nach dem Abpfiff wird dieses Spiel auch in München noch in den Köpfen der Spieler und Offiziellen des FC sein. „Wir sind alle niedergeschlagen und werden noch etwas jammern“, gab Ruthenbeck zu, kündigte aber an, seine Spieler einzuschwören.

„Was wir ihnen sagen werden, ist, dass sie nicht aufgeben dürfen. Dass sie trotzdem dran glauben müssen, und dass jedes Spiel erst gespielt werden muss“, sagte der Coach. Er klang dabei selbst kaum überzeugt. Es spricht nichts dafür, dass dem mit nur drei Punkten abgeschlagenen Tabellenletzten ausgerechnet in München der erste Sieg gelingt.  sid

Artikel 1 von 11