Eishockey

von Redaktion

Wolfsburg – Gerald Kuhn presste die Beinschoner fest zusammen. Der Eishockeytorhüter der Grizzlys Wolfsburg glaubte, den Puck unter sich begraben zu haben. Um diesen zu beschützen, lehnte er auch seinen Oberkörper schützend über die Schoner. Als Kuhn dann endlich aufblickte, war es aber schon zu spät. Die Scheibe war an ihm vorbeigerutscht und vor der Torlinie liegen geblieben, wo Jason Jaffray, der Stürmer des EHC München, sie nur noch leicht anschieben musste.

Kuhn zählt in dieser Saison zu den besten Goalies der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nur 1,89 Gegentore erlaubt er pro Spiel – der drittbeste Wert der Liga. Gestern Abend jedoch trug er einen nicht unbeachtlichen Teil dazu bei, dass der EHC München einen 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)-Auswärtssieg in Wolfsburg landen konnte.

Nicht nur verlor er bei Jaffrays Tor zum 2:1 den Puck aus den Augen, auch bei Patrick Hagers Führungstreffer (4.) hatte er die Übersicht verloren. Zwischenzeitlich hatte der Ex-Münchner Jeremy Dehner den Ausgleich erzielt (8.). Im zweiten Drittel erhöhte Daryl Boyle auf 3:1 (31.). Kuhn war die Sicht versperrt. Und obwohl Wolfsburgs Tyson Mulock noch einmal auf 2:3 verkürzte (34.), sammelte der EHC den fünften Sieg in Serie ein. Auch weil Kuhn den Puck ein weiteres Mal durchrutschen ließ – und Brooks Macek nur einschieben musste (51.).  cfm

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