Für fit4future, die Präventionsinitiative von DAK-Gesundheit und der Cleven-Stiftung, geht ein erfolgreiches Jahr zu Ende. 282 Grundschulen in ganz Bayern profitieren seit diesem Herbst von der Möglichkeit, mit fit4future mehr Bewegung, gesunde Ernährung, eine stressfreie, positive Lernatmosphäre in den Schulalltag zu bringen und damit eine gesunde Lebenswelt nicht nur für die Kinder, auch für die Lehrkräfte und Eltern zu schaffen. Gerade für Eltern bietet fit4future viele Anregungen, die positiven Ansätze der Aktion auch daheim umzusetzen.
So könnten etwa die bevorstehenden Weihnachtsferien dazu genutzt werden, den Kindern zu einem besseren Umgang mit den Belastungen des Alltags zu verhelfen. Kinder stehen heutzutage unter enormem Leistungsdruck und Stress. Auch die mediale Reizüberflutung (siehe Text oben) trägt ihren Teil dazu bei. „Achtsamkeitstraining“ kann ein probates Mittel sein, um zurück zu Gelassenheit, Selbstsicherheit und Ruhe zu finden. Aspekte dieses Geistestrainings sind Teil des fit4future-Moduls „Brainfitness“, das dabei hilft, etwa Prüfungsängste zu überwinden.
Günther Hudasch, Experte für Stressbewältigung, weiß, dass man „Gelassenheit üben“ kann. Mit dem Training lerne man, mehr von dem wahrzunehmen, was in unserem Geist und Körper passiert: „Dadurch kommen wir zu uns, statt ständig außer uns zu sein. Und so lernen wir Stück für Stück Gelassenheit.“ Regelmäßiges Üben könne dazu führen, „dass wir entspannter und auch mitfühlender“ werden.
Für die Weihnachtszeit in der Familie empfiehlt der Vorstandsvorsitzende vom Berufsverband der Achtsamkeitslehrenden, Meditationszeiten in den Tag zu integrieren, „gemeinsam mit den Kindern so viele fünf- bis 30-minütige Pausen einzubauen, wie es gut für sie möglich ist.“ Beispielsweise könne man eine Mahlzeit mit einem Moment des Innehaltens beginnen. Oder man nimmt sich die Zeit, „immer wieder ganz in den Moment einzutauchen“, etwa durch tiefe, bewusste Atemzüge oder auch das bewusste Trinken einer Tasse Tee. „Die meisten Kinder lieben Achtsamkeitsübungen wie eine kleine Reise durch den Körper, ein paar Minuten Atemmeditation oder auch das Wahrnehmen und Aussprechen von Gedanken, die gerade da sind. Es beruhigt sie nicht nur, sondern steigert auch ihre Fähigkeit zur Konzentration und zur Wahrnehmung ihrer Innenwelt.“
Am besten könne man das Thema Kindern zugänglich machen, indem Eltern „Achtsamkeit zunächst für sich kennen lernen. In einem weiteren Schritt können sie ihre Erfahrungen dann in das Familienleben integrieren. Mit unserem gemeinnützigen Verein Achtsamkeit für Kinder und Jugendliche – AkiJu e.V. haben wir im Internet viele Informationen zusammengetragen.“
Bei fit4future können im kommenden Jahr übrigens noch mehr Schulen teilnehmen, bundesweit sollen 500 Grund- und Förderschulen, ein Teil davon in Bayern, dazukommen. Weitere Infos unter www.fit-4-future.de.