Aktuelles in kürze

von Redaktion

Südtirol über Österreich empört

Die neue österreichische Regierung hat mit einem Vorstoß zu einer doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler auch Empörung in der italienischen Sportwelt ausgelöst. „Ich beschäftige mich mit Sport und nicht mit Politik, aber sie müssten über meine Leiche gehen, dass so etwas passiert“, sagte der Chef des italienischen Olympischen Komitees, Giovanni Malagò. Er werde nicht zulassen, dass die Sportler, die in Italien ausgebildet werden, für Österreich antreten. „Alles hat seine Grenze.“

Trotz des Wirbels um die positive Dopingprobe des Tour-de-France-Siegers Christopher Froome will die ARD auch 2018 die Frankreich-Rundfahrt zeigen. „Auswirkungen auf unsere Planungen, die Tour 2018 zu übertragen, hat dieser Einzelfall natürlich nicht“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Im Gegenteil“, fuhr er fort, „wir werten es als sehr positiv, dass insbesondere die erfolgreichen Fahrer bei internationalen Radsport-Ereignissen getestet werden und dass die UCI die entsprechenden Ergebnisse auch offenlegt.“ Beim Briten Froome waren während der Vuelta erhöhte Werte des Asthma-Mittels Salbutamol gefunden worden. Der Weltverband prüft derzeit den Fall.

Aus dem einstigen Olympia-Fan Felix Neureuther ist ein Kritiker des Wintersport-Highlights geworden. „Olympia ist immer noch ein Mythos, aber er wird immer hohler und löchriger“, sagte der deutsche Alpin-Star in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „stern“. Er sei „ernüchtert“, erklärte der 33-Jährige, „dieses Flair, das die Winterspiele so einzigartig gemacht hat, schwindet immer mehr. Dieser Gigantismus, immer spektakulärere Bauten, immer mehr Disziplinen und auch der Versuch, immer mehr Geld rauszupressen – das hat mit der Idee von Olympischen Spielen nicht mehr viel zu tun.“ Sein Wunsch, noch einmal in Pyeongchang Olympia zu erleben, sei deshalb eher „kopfgesteuert“ gewesen.

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