München – Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende stand auch an diesem letzten Basketball-Abend im Audi Dome im alten Jahr das, was an (fast) allen anderen auch gestanden war: ein Sieg. 85:82 rang der FC Bayern im Eurocup Budocnost Podgorica nieder. Neuntes Spiel, neunter Sieg – da wollte auch Trainer Sasa Djordjevic nicht zu streng sein: „Uns hat ein bisschen die Energie gefehlt“, sagte er, „wichtig, dass wir trotzdem gewonnen haben.“
Die 5519 Basketball-Fans im Audi Dome ahnten schnell: der größte Gegner der Bayern an diesem Abend würden wohl die Bayern selbst sein. Das Team von Trainer Sasa Djordjevic ließ zwar nach vorne den Ball ganz manierlich laufen. In der Defensive allerdings ließen die Bayern von Beginn an irgendwie die Zügel schleifen. Oder anders ausgedrückt: In diesen ersten Saisonmonaten wurden schon viele Gegner weit nachdrücklicher am Wurf gehindert als Podgorica.
Nikola Ivanovic fand den Umstand besonders entgegenkommend. Der Antreiber der Montenegriner versenkte schon im ersten Durchgang drei Dreier. 17 seiner 27 Punkte standen da bereits auf dem Scoreboard. Es hatte schon viel mit ihm zu tun, dass die Bayern Podgorica nur mit einiger Mühe auf Distanz halten konnten (43:38).
Das roch schon nach einem harten Stück Arbeit und ein solches wurde es auch. Aber für so knifflige Momente haben die Münchner ja in diesem Jahr Braydon Hobbs. Der frühere Ulmer ist nicht so spektakulär wie etwa Jared Cunningham (15 Punkte) oder Devin Booker (15). Aber er ist der Mann, der schon in den letzten Partien zuverlässig seine besten Aktionen hatte wenn sein Team es am dringendsten brauchte. So war es auch diesmal im dritten Durchgang. Hobbs versenkte hier einen Dreier, stahl da einen Ball aus den montenegrinischen Reihen, bereitete dort einen Korb vor – schon waren aus zwischenzeitlichen drei Punkten Vorsprung zehn geworden.
Doch selbst das war an diesem Tag nicht genug für die fahrigen Bayern. Vor allem weil in Nemanja Gordic ein weiterer Akteur der Gäste zu seinem Händchen fand. 14 Punkte sammelte er binnen von sechs Minuten ein und brachte die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste wieder ins Spiel. Doch letztlich machte Braydon Hobbs von der Freiwurflinie alles klar.