Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) wird erst Ende Januar 2018 über einen Komplett-Ausschluss der russischen Behindertensportler von den Paralympics in Pyeongchang entscheiden. Das teilte das IPC gestern mit. Bei einer Sitzung des IPC-Boards in London wurde die Sperre des Paralympischen Komitee Russlands (RPC) aber aufrechterhalten. Erst wenn das RPC wieder zugelassen wird, können die Russen an den Winter-Paralympics vom 9. bis 18. März 2018 teilnehmen. Bei den Sommer-Paralympics 2016 hatte das IPC wegen des mutmaßlich staatlich orchestrierten Dopingsystems alle russischen Behindertensportler ausgeschlossen. Für seine Wiederzulassung muss der russische Verband noch fünf der sieben vom IPC geforderten Schlüsselkriterien erfüllen.
Mit 20 Athletinnen und Athleten geht der Deutsche Skiverband in die 12. Tour de Ski der Langläufer. Am 30. Dezember starten jeweils zehn deutsche Damen und Herren im schweizerischen Lenzerheide in die sieben Etappen umfassende Tour. An der Spitze des Aufgebots stehen die beiden olympischen Bronzemedaillengewinnerinnen von Sotschi, Nicole Fessel und Steffi Böhler. Diese war als einzige Athletin bislang bei allen Tour-Starts dabei. Das deutsche Aufgebot: Frauen: Belger (Oberwiesenthal), Böhler (Ibach), Carl (Zella-Mehlis), Fessel (Oberstdorf), Fink (Bremelau), Gimmler (Oberstdorf), Hennig (Oberwiesenthal), Kolb (Buchenberg), Schicho (Oberstdorf), Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg). – Männer: Bing (Dermbach), Bögl (Holzkirchen), Brugger (Schluchsee), Dobler (Traunstein), Eisenlauer (Sonthofen), Katz (Ruhpolding), Kühne (Oberwiesenthal), Mättig (Oberwiesenthal), Notz (Böhringen-Römerstein), Wick (Zella-Mehlis).
Olympiasieger Alexander Winokurow (Kasachstan) muss sich am 13. März wegen Betrugsverdachts vor einem Gericht in Lüttich verantworten. Der 44 Jahre alte Winokurow, Goldmedaillengewinner von London 2012, wird vorgeworfen, er habe beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich am 25. April 2010 illegale Absprachen mit Alexander Kolobnew (36) getroffen und dem Russen 150 000 Euro gezahlt, damit dieser ihn gewinnen lässt. Auch gegen Kolobnew wird ermittelt, beide streiten die Vorwürfe ab. Nachdem zunächst italienische und Schweizer Medien über den Vorfall berichtet hatten, schaltete sich auch der Weltverband UCI ein. Den Ermittlern lagen offensichtlich eindeutige E-Mails zwischen Winokurow und Kolobnew vor, in denen die beiden den Betrug abgesprochen haben sollen. Zudem soll es zwei Zahlungen – eine über 100 000 Euro, eine über 50 000.