Mönchengladbach – Dank Leon Bailey hat Bayer Leverkusen seine Erfolgsserie auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Der nun seit 14 Pflichtspielen unbesiegte Bundesligavierte setzte sich gestern Abend bei Borussia Mönchengladbach mit 1:0 (0:0) durch und steht wie zuletzt vor zwei Jahren im Viertelfinale. Vor 49 016 Zuschauern im Borussia-Park erzielte Bailey (70.) den Siegtreffer. Die Gladbacher waren lange Zeit das bessere Team, konnten ihre Chancen aber nicht verwerten.
„Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, aber zur Mannschaftsleistung gehört auch die Chancenverwertung“, sagte Gladbachs Verteidiger Matthias Ginter. Leverkusens Sportchef Rudi Völler sagte: „Es war nicht unser bestes Spiel. Aber so muss es auch mal gehen, mit Kampf und Leidenschaft.“
Beide Teams hatten mit viel Tempo und Vorwärtsdrang begonnen. In der 4. Minute klärte Gladbach-Kapitän Lars Stindl einen Schuss von Sven Bender kurz vor der Torlinie. Wenig später traf Julian Brandt den Ball mit dem Kopf in zentraler Position nicht richtig (5.), Bailey scheiterte an Yann Sommer im Tor der Gastgeber (15.).
Auf der Gegenseite parierte Leverkusen-Keeper Bernd Leno einen Gewaltschuss von Stindl (7.), war gegen Patrick Herrmann zweimal zur Stelle (15./21.) und lenkte auch einen Hazard-Versuch um den Pfosten (18.). „Bernd Leno hat ein tolles Spiel gemacht“, lobte ihn sein Torhüterkollege Sommer.
Auch wenn zunächst noch keine Tore fielen: Die Zuschauer waren vom flotten Spiel begeistert. Pfiffe von den Rängen gab es diesmal nicht. Die von Gladbachs Sportchef Max Eberl nach dem Spiel gegen den HSV kritisierten Zuschauer unterstützten ihr Team lautstark.
Beide Mannschaften zeigten einen sehr engagierten Auftritt und führten teils überharte Zweikämpfe: Der bereits verwarnte Leverkusener Kai Havertz hatte Glück, dass er nach heftigem Ellenbogeneinsatz gegen Ginter auf dem Platz bleiben durfte (35.). Für den zweiten Durchgang nahm ihn Bayer-Coach Heiko Herrlich runter und brachte Admir Mehmedi.
Gladbach drängte nach dem Seitenwechsel auf die Führung, setzte sich phasenweise in der Leverkusener Hälfte fest, belohnte sich aber nicht. Stattdessen nutzte Volland einen technischen Fehler von Reece Oxford, spielte einen starken Pass auf Bailey und der schnelle Jamaikaner schoss Bayer in Front.
„So ist Fußball“, sagte Sommer. „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Die Borussia probierte in der Schlussphase noch mal alles, doch Leverkusen brachte die knappe Führung über die Zeit.