fussball in kürze

von Redaktion

Kritik an Herrlichs Sturz

Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) hat Trainer Heiko Herrlich von Bayer Leverkusen für dessen kuriosen Sturz kritisiert. „Das sind Dinge, die wir als Trainerorganisation natürlich nicht sonderlich gerne sehen. Daraus mache ich keinen Hehl“, sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner. Im DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen Mönchengladbach (1:0) hatte sich Herrlich in der 75. Minute nach einem Schubser des Gladbachers Denis Zakaria an der Seitenlinie fallen gelassen. Der Coach hatte sich nach der theatralischen Einlage öffentlich entschuldigt: „Das sah sicher blöd aus.“ Am Donnerstag kündigte der DFB an, durch seinen Kontrollausschuss Herrlichs Verhalten überprüfen zu wollen. Hangartner hält als mögliche Bestrafung eine Geldstrafe für angemessen. „Ich würde keine Sperre aussprechen. Jeder hat auch mal einen Fehltritt, da muss man nicht gleich mit der großen Keule drauf schlagen“, sagte er.

Dirk Schuster erwartet für sich und den Zweitligisten SV Darmstadt 98 einen Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag. „Es ist ja jetzt gar nicht angedacht, irgendwelche Märchen und Wunder wiederholen zu müssen. Wir haben klipp und klar ein Ziel: den Klassenerhalt“, sagte der 49-Jährige. „Die Liga ist brutal eng, ich rechne mit einem Hauen und Stechen bis zum Schluss.“ Schuster hatte die „Lilien“ in den Jahren 2013 bis 2015 direkt von der Dritten bis in die Erste Liga geführt. In der vergangenen Woche holte der Verein seinen früheren Erfolgscoach zurück, weil die Darmstädter unter seinen Nachfolgern Norbert Meier und Torsten Frings zunächst aus der Bundesliga abstiegen und jetzt auch in der Zweiten Liga nur auf dem 16. Tabellenplatz überwintern. „Ich habe für die Denk- und Arbeitsweise von Norbert Meier und Torsten Frings vollstes Verständnis“, sagte Schuster. „Ihnen ist es gelungen, die Mannschaft im spielerischen und offensiven Bereich weiterzuentwickeln.“ Seiner Meinung nach aber „ist der rein spielerische Weg in der Zweiten Liga nicht zielführend. Der Weg geht über eine körperbetonte, aggressive und zweikampfstarke Spielweise.“

Der Weltverband FIFA hat im Gastgeberland Russland und im nicht qualifizierten Italien die Medienrechte für die WM 2018 (14. Juni bis 15. Juli) vergeben. In Russland bekam das Konsortium 2SPORT2 (Channel One, RTR und Match TV) den Zuschlag, in Italien Mediaset, die TV-Gruppe von Silvio Berlusconi. In Italien werden erstmals alle 64 WM-Spiele im Free-TV von den Kanälen des privaten Mailänder Medienunternehmens und nicht von dem öffentlich-rechtlichen Sender RAI präsentiert. Medienberichten zufolge zahlt Mediaset 78 Millionen Euro für die Übertragungen, die in den vergangenen Jahren von RAI und Sky gezeigt wurden.

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