Berlin – Laura Dahlmeier und Johannes Vetter freuen sich auf entspannte Weihnachten mit der Familie – doch besinnliche Feiertage wird es längst nicht für alle Sportstars geben. Während Toni Kroos, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi am Tag vor Heiligabend noch im Clásico ran müssen, wird es für Dirk Nowitzki in der NBA, Fußball-Weltmeister Mesut Özil in England oder die Skispringer vor der Vierschanzentournee rund um die eigentlich ruhigen Tage schon wieder richtig hektisch.
„Die Weihnachtspause tut gut. Im Kreise der Familie und bei Freunden zu sein und dann kurz abzuschalten, das genießt jeder Sportler“, sagt derweil die siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin Dahlmeier. Deutschlands Sportlerin des Jahres ist aber schon am 28. Dezember beim Biathlon auf Schalke wieder aktiv.
Die Skirennfahrer sind noch früher dran. Sie reisen bereits am 25. Dezember zu den nächsten Weltcups an. Deswegen plant Viktoria Rebensburg zumindest „ein paar schöne Stunden“ mit ihren Liebsten zu verbringen. Kurz nach seinem ersten Sieg im Super-G hat das auch Josef Ferstl vor: „Mir ist das extrem wichtig, weil das für mich Familienzeit ist.“
Ein straffes Programm haben die Basketballer und Handballer in der Bundesliga. Nur am 24. und 25. Dezember sind keine Spiele angesetzt.
Während Tennisprofis wie Andrea Petkovic die Feiertage in Vorbereitung auf die Australian Open im Januar teilweise schon in Down Under verbringen, können die Leichtathleten noch in der Heimat entspannen. „Ich genieße die Zeit mit meiner Familie in Dresden“, sagt Speerwurf-Weltmeister Vetter. Doch das Training dürfe mit Blick auf das kommende Jahr nicht vernachlässigt werden. „Nur am 25. und 26. Dezember gönne ich mir trainingsfrei, vielleicht auch Heiligabend“, sagt Europas Leichtathlet des Jahres.
Gesa Felicitas Krause will sogar an Weihnachten trainieren – wenn auch etwas weniger. „Während der Feiertage habe ich nur eine Trainingseinheit am Tag. Sonst trainiere ich bis zu dreimal täglich“, sagt die Hindernisläuferin.
Kaum ein Sportler kann es sich leisten, zügellos zu schlemmen. Eine Weihnachtsgans wäre nicht gut für das Wettkampfgewicht, sagt Claudia Pechstein. Bei der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin kommt daher Rinderfilet auf den Tisch, selbst an Heiligabend will die 45-Jährige trainieren. „Und auch zu Weihnachten werde ich schon mit den Gedanken bei den Olympischen Spielen sein.“
Auch der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel will an den Feiertagen aktiv bleiben, um „im nächsten Jahren noch besser in Form zu sein“, so der Ferrari-Pilot aus Heppenheim. Ebenso will Dahlmeier die Zeit nutzen, um „zu trainieren und an ein paar Feinheiten zu feilen“. Stress hatte die 24-Jährige zuletzt noch beim Besorgen der letzten Geschenke für ihre Liebsten: „Da bin ich etwas chaotisch und muss noch was auf den letzten Drücker organisieren.“ dpa