Aktuelles in kürze

von Redaktion

Schalker Hexenkessel als Motivationsschub

Das morgige Biathlon-Spektakel in der Schalke-Arena (18.00 Uhr/ARD) kann aus Sicht von Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig und seinem Männer-Kollegen Mark Kirchner ein großer Motivationsschub sein. „Wer in dem Hexenkessel erfolgreich ist, wird mit breiter Brust zum Weltcup nach Oberhof anreisen“, sagte Hönig in Oberhof. „Eine bessere Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen gibt’s nicht“, fügte er an. Kirchner passt der Wettkampf mit Schießeinlagen nach jeder der 1,2 Kilometer langen Laufrunde gut ins Konzept. „Wir sind zwar ordentlich in den Olympia-Winter gestartet, doch mit der Schießleistung hat’s noch gehapert. Fast durchgängig haben alle Männer öfter einzelne Serien nicht so gut hinbekommen“, sagte der Thüringer. Deshalb hat Kirchner für das Training zwischen den Feiertagen einen speziellen Schwerpunkt aufs Schießen gelegt. „Wer das bei der Atmosphäre mit 40 000 lautstarken, eng am Schießstand platzierten Zuschauern, der hochklassigen Konkurrenz und den vielen Duell-Situationen hinbekommt, baut Selbstvertrauen für die anstehenden Wettkämpfe auf“, erklärte der Bundestrainer.

Der Münchner Nachwuchsfahrer Andreas Strobl sicherte sich mit Man in Black nach selbstbewusstem Vortrag das Peppi-Gramüller-Erinnerungsrennen, gelaufen als Weihnachtspokal. Den Ehrenplatz, belegte, nicht weit mit Oncoming Diamant geschlagen, Lisa Hanikirsch. Entschieden wurde das Elisabeth-Mann-Nachwuchschampionat. Mit einem vollen Erfolg im Sulky des neunjährigen Wallachs Ufo de Valle setzte sich die bei Trainer Georg Frick (Hohenlinden) tätige Annalena Perfler beim letzten Jahreslauf an die Spitze des neunköpfigen Teilnehmerfeldes.  er

Der Niederländer Bob de Vries hat bei der Olympia-Qualifikation seines Landes für eine Riesen-Überraschung gesorgt. Mit 33 Jahren buchte der Landwirt und dreifache Vater in Heerenveen das Ticket für die Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang. Mit seiner Siegerzeit von 6:15,06 Minuten fügte de Vries dem Superstar und Olympiasieger Sven Kramer (6:15,79) ausgerechnet in dessen hundertsten 5000-Meter-Rennen eine Niederlage zu. Der siebenfache Strecken-Weltmeister wurde Zweiter vor Jan Blockhuijsen (6:18,01), der 2014 in Sotschi Silber gewonnen hatte. Kramer hatte Probleme am Start und kam während des gesamten Rennens nicht in den von ihm gewünschten Rhythmus. Für den 31 Jahre alten Friesen bedeutete diese Niederlage den zweiten Schlag in dieser Saison: In Abwesenheit hatte Kramer vor zwei Wochen nach zehn Jahren seinen 5000-Meter-Weltrekord an den aus den Niederlanden stammenden Kanadier Ted-Jan Bloemen verloren.

Artikel 7 von 11