München – Nachdenken muss Joshua Kimmich nicht mehr, wenn er sich dieser Tage „ein bisschen im Schnee“ aufhält. Denn die Konditionen seines neuen Arbeitspapiers beim FC Bayern sind schon vor den Festtagen so weit ausgehandelt gewesen, dass der 22-Jährige im neuen Jahr nur noch unterschreiben muss. Nach Kingsley Coman wird der 2015 aus Leipzig gewechselte Nationalspieler der zweite Spieler sein, der sich bis ins Jahr 2023 an den deutschen Rekordmeister bindet.
Dass Gespräche mit Kimmich und dessen Berater Uli Ferber geführt werden, ist schon länger bekannt. Ende November hatte Hasan Salihamidzic davon gesprochen, dass man ein „sehr gutes Ergebnis“ erzielen würde und sowieso „keine Gedanken“ daran verschwende, „dass dieser Junge weggeht“. Kimmich wisse „ganz genau, was er am FC Bayern hat“. Und: Der FC Bayern weiß ganz genau, was er an Kimmich hat.
Die Entwicklung – vom Talent zum Führungsspieler, vom Zweitliga-Kicker zum Confed Cup-Sieger – ging rasant – den Beinamen „der neue Lahm“ trägt Kimmich nicht unbegründet. In der Hinrunde stand er in lediglich drei Spielen nicht von Beginn an auf dem Platz, seine Position auf der rechten Außenbahn füllt er immer besser aus. Dafür, den ursprünglich bis 2020 datierten Vertrag im Eilverfahren zu verlängern, gab es beste Argumente. hlr