Löwen haben Ex-Bayern Görlitz im Visier

von Redaktion

Beim 140-maligen Zweitligaspieler soll es nur noch ums Gehalt gehen – Bierofka hält große Stücke auf ihn: Er wäre vielseitig einzusetzen

Von Ludwig Krammer und florian fussek

München – Eine gute Woche haben die Löwen noch frei, am 8. Januar beginnt die Vorbereitung auf die entscheidende Phase in der Regionalliga Bayern. Gut möglich, dass sich beim Trainingsauftakt an der Grünwalder Straße zu den Verletzungs-Comebackern Timo Gebhart und Nico Andermatt auch ein neues Gesicht gesellen wird. Informationen unserer Zeitung zufolge beschäftigt sich der TSV 1860 intensiv mit der Verpflichtung des 140-maligen Zweitligaspielers Michael Görlitz, angeblich soll es „nur“ noch ums Gehalt für den 30-jährigen Mittelfeld-Allrounder gehen.

Görlitz, beim FC Bayern ausgebildet und nach vier Jahren beim schwedischen Erstligisten Halmstads BK in der Zweiten Bundesliga für den FSV Frankfurt, St. Pauli und zuletzt Arminia Bielefeld tätig, wäre ablösefrei zu haben. Seine sportlichen Qualitäten liegen neben der Antrittsschnelligkeit und überdurchschnittlichen Technik auch in der vielseitigen Verwendbarkeit: Er kann als Rechtsverteidiger, Rechtsaußen oder Achter spielen, Positionen, auf denen die Sechziger eher übersichtlich besetzt sind.

Trainer Daniel Bierofka soll große Stücke auf den gebürtigen Nürnberger halten, auch wenn Görlitz seit Sommer ohne Spielpraxis ist. Anfang August zog er sich im Probetraining bei Union Berlin einen Riss der Achillessehne zu, nach der Operation brachte er sich mit einem Privattrainer in Würzburg wieder in Form. Inzwischen soll er nach Auskunft seines Beraters Markus Peter fit genug sein, um ins Mannschaftstraining einsteigen zu können.

Das Interesse der Löwen wollte Peter nicht näher kommentieren, es gebe mehrere Interessenten – nicht nur aus Deutschland. Spätenstens bis Mitte Januar dürfte entschieden sein, wohin Görlitz’ Reise geht. Laut Bierofka können sich die Löwen in der Winterpause nur einen Zugang leisten, größer sei der von Geschäftsführer Markus Fauser genannte Puffer nicht. Wer Fausers Nachfolge als KGaA-Chef antreten wird, ist noch nicht offiziell entschieden. Favorit der e.V.-Seite ist der bisherige 1860-Finanzdirektor Michael Scharold – möglich, dass bei einem Veto von Hauptgesellschafter Hasan Ismaik die 50+1-Regel zum Einsatz kommt.

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