Christina Geiger hat sich daran gewöhnt, kaum einmal ohne Schmerzen Skirennen bestreiten zu können. Jahrelang plagten sie Knieprobleme, dann war es die Hüfte, die sie sich im Frühjahr operieren ließ, weshalb sie erst spät in die Vorbereitung auf den alpinen Winter einsteigen konnte. Schließlich bremste auch noch eine Lungenentzündung. Aber die Oberstdorferin hat gelernt, sich durchzubeißen, auch dieses Mal. Mit dem achten Platz beim Weltcup-Slalom in Lienz qualifizierte sie sich als fünfte deutsche Skirennläuferin für die Winterspiele in Pyeongchang. „Ich habe nicht an die Olympianorm gedacht beim Fahren, aber wenn man im Ziel ist und kurz nachrechnet, dann freut man sich schon“, sagt Geiger, für die es nach Vancouver und Sotschi die dritte Olympia-Teilnahme sein wird.
Die 26-Jährige hofft, an frühere Leistungen anknüpfen zu können. 2010 und 2011 galt sie als Slalomhoffnung. „Ich habe schon mal Podestluft geschnuppert, und da will ich wieder hin.“ Dass bereits drei Slalomläuferinnen das Ticket für Südkorea sicher haben – neben Geiger Lena Dürr aus Germering und die Inzellerin Marina Wallner –, ist ein Indiz für den leichten Aufwärtstrend in jener Disziplin, die Alpinchef Wolfgang Maier in den vergangenen Jahren viel Kopfzerbrechen bereitete. Nach dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch 2014 hat es keine deutsche Slalomfahrerin mehr aufs Siegerpodest geschafft. Dürr als Zwölfte, Maren Wiesler vom SC Münstertal, die als 16. die halbe Olympianorm knapp verpasste, und Wallner mit dem 20. Platz komplettierten ein für Maier „ordentliches Mannschaftsergebnis“. es