Bad Tölz – Ein Erfolgserlebnis zum Jahresabschluss hätte den arg gebeutelten Tölzer Löwen und ihren Fans dann doch ziemlich gut getan. Denn bei den 23 bisherigen Niederlagen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) waren sie zumeist ein gleichwertiger Gegner.
Dieses Potenzial bekamen auch die Dresdner Eislöwen zu spüren. Die Sachsen hatten rund 600 Schlachtenbummler im Schlepptau, allerdings auch eine gehörige Negativserie: In den sechs vergangenen Partien hatte der Tabellenfünfte ordentlich eins auf die Hucke bekommen; mit entsprechend angeknackster Moral wurden sie am vergangenen Samstag in der Tölzer Arena vorstellig.
Das bessere Ende hatten sie gleichwohl auf ihrer Seite. Nach 60 heiß umkämpften Spielminuten kassierten sie dank eines schmeichelhaften 3:2-Sieges, den Dominik Grafenthin mit einem Solo in der 57. Minute sicherstellte, den Dreier.
Kurz zuvor hatte Chris St. Jacques mit einem Penalty die Tölzer Führung auf dem Schläger, doch Dresdens Marco Eisenhut parierte mit Glück und Geschick. Besonders bitter für die Isarwinkler: Es war die elfte Niederlage mit nur einem Tor Unterschied. Somit ist auch der Ertrag aus den vier Weihnachtsspielen äußerst übersichtlich: null Punkte.
Trainer Rick Boehm hatte immerhin etwas Positives zu vermelden: „Die Moral bröckelt nicht, der Charakter ist gegeben.“ Keine unwichtige Erkenntnis angesichts der Tatsache, dass in den kommenden fünf Tagen weitere drei Spiele auf dem Programm der Löwen stehen. Zum Auftakt dieser Serie empfangen die Tölzer heute (19.30 Uhr) den ESV Kaufbeuren. wolfgang stauner