Garmisch-Partenkirchen – „Wir haben gegen die stärkste Mannschaft in der Liga in den vergangenen Wochen gespielt.“ Das ist ein Satz, der die aktuelle Situation beim SC Riessersee gut einordnet. Ausgesprochen hat ihn Kim Collins, der Trainer der Eispiraten Crimmtischau nach dem letzten Spiel des Jahres in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2).
Collins kennt sich in Garmisch aus, schließlich hat er den SCR zwischen 2008 und 2009 trainiert. Seine neue Mannschaft unterlag dem Überraschungsteam der Liga aber mit 3:4.
Einen großen Anteil am Sieg hatte erneut Richard Mueller. Drei Treffer steuerte der Ex-Nationalspieler bei. Damit erhöhte er sein Torekonto auf 24 Treffer, was den 35-Jährigen zum besten Scorer der Liga machte. Gemeinsam mit Lubor Dibelka und Andreas Diendl formt er eine Reihe, die die DEL 2 gerade ordentlich aufmischt.
„Den Gedanken, die drei in einer Reihe spielen zu lassen, den hatte ich schon in der Vorbereitung“, blickt Toni Söderholm, Trainer des SC Riessersee, zurück. „Ich habe auch mal andere Formationen ausprobiert, aber ich habe gesehen, dass es am besten funktioniert, wenn die drei zusammen spielen.“ Mueller ergänzt: „Wir müssen nicht rufen, wer den Puck haben will, wir wissen einfach, wo der Kollege steht.“
Muellers Reihe war auch hauptverantwortlich dafür, dass der SCR gegen Crimmitschau in den finalen fünf Minuten noch einen 1:3-Rückstand drehte. Morgen Abend (19.30 Uhr) darf sich das Trio wieder beweisen, wenn Riessersee beim Tabellenersten Bietigheim antritt. Das aktuell stärkste Team der Liga fordert dann das stärkste der gesamten Saison. titus fischer