Die Bayern an Bord – auch im Linienflug

von Redaktion

Reisen mit dem FC Bayern bieten nicht immer einen besonderen Komfort, aber die Flüge ins Trainingslager sind meist tatsächlich luxuriös. Ich erinnere mich gut an die Vorbereitung vor vier Jahren, auf deren Hinflug wir Journalisten die gesamte Economy Class für uns hatten. Bein- und Narrenfreiheit – herrlich war das! Die geschossenen Fotos sind bis heute ein Knaller im Archiv.

Gestern musste ich mich diesbezüglich ein wenig umstellen. Es ist nicht so, dass der Linienflug mit der katarischen Haus- und Hof-Airline nicht komfortabel wäre, aber: Man reist halt nicht mit den Bayern. Neben mir ganz normale Fluggäste, Touristen und Geschäftsleute jeden Alters und zahlreicher Nationalitäten, auf dem Weg nach Doha oder über den Hamad International Airport in die weite Welt. Über Fußball habe ich fünf Stunden lang kein Wort vernommen. Bis die Board-Unterhaltung stoppte – und der Lautsprecher anging.

Wichtige Anweisungen des Kapitäns – 25 Grad in Doha, noch 30 Minuten Flugzeit? Nein: Es wurde ein Werbespot eingespielt, den bitteschön alle Passagiere sehen und hören sollten. Er zeigte jeden Winkel des 2014 eröffneten Fünf-Sterne-Flughafens, und er zeigte vor allem: Die Spieler des FC Bayern. In roten Shirts erkunden Robert Lewandowski, Arjen Robben, Thomas Müller, Javi Martinez und die längst abgewanderten Douglas Costa und Renato Sanches das Areal, sie schlendern dahin, als seien sie fester Bestandteil der Crew. Hier ein Autogramm, dort ein Gespräch – jeden Tag müssten Menschen, wenn sie in Doha ankommen und nicht genauso empfangen werden, desillusioniert sein. Naja, zumindest die, die aufmerksam zusahen. Allzu viele waren das nicht. hanna raif

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