HSV-Sportchef Jens Todt will im Fall Walace hart bleiben und den streikenden brasilianischen Profi nicht ziehen lassen. „Er beschäftigt sich mit einem Wechsel, aber wir haben kein Interesse daran und erwarten ihn spätestens am Donnerstag im Trainingslager“, sagte Todt gestern in Jerez de la Frontera. Der Sportdirektor des auf Abstiegsplatz 17 stehenden Hamburger SV, der diese Entscheidung auch Walace-Berater Rogerio Braun mitgeteilt hat, fügte hinzu: „Generell gilt: Einzelschicksale sind in unserer Situation nicht relevant. Jeder muss sich den übergeordneten Interessen des Vereins unterordnen.“
Der letztjährige 9,2-Millionen-Einkauf Walace war am Montag nicht wie geplant zum Abflug nach Spanien am Hamburger Flughafen erschienen, sondern hatte eigenmächtig seinen Brasilien-Urlaub verlängert und Strandfotos von sich gepostet. Todt kündigte daraufhin bereits eine saftige Geldstrafe für den 22-Jährigen an, der bisher beim HSV nicht über die Edelreservistenrolle hinausgekommen ist. Angeblich soll Wallace für seine Eskapade 50 000 Euro bezahlen müssen.
Nach nur gut vier Monaten verlässt Außenverteidiger Atsuto Uchida den 1. FC Union Berlin und wechselt in seine japanische Heimat. Auch wegen hartnäckiger Verletzungsprobleme kam der 29-Jährige nur auf zwei Pflichtspieleinsätze beim Zweitligisten und setzt seine Karriere nach mehr als sieben Jahren in Deutschland nun bei den Kashima Antlers fort. Vor seiner Zeit in Berlin war Uchida sieben Jahre für den FC Schalke 04 aktiv.
Der frühere Kölner Torhüter Andreas Menger wird als Torwarttrainer zum 1. FC Köln zurückkehren. Der 45-Jährige stand in der vergangenen Saison noch beim TSV 1860 in der 2. Liga unter Vertrag. Der bisherige Trainer Alexander Bade (47) hatte den Klub zuvor gebeten, ihn von seinen Aufgaben bei den Lizenzspielern zu entbinden.
Leonardo Bittencourt wird dem Tabellenletzten 1. FC Köln voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler wird nach Angaben des neuen FC-Cheftrainers Stefan Ruthenbeck heute im Adduktorenbereich operiert.
RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff hat Nationalspieler Timo Werner auch im Fall einer Top-WM-Leistung praktisch für unverkäuflich erklärt. Den Anruf könnten sich Klubs sparen, sagte er in einem Interview mit bild.de. Der Vertrag des 21-jährigen Stürmers mit Leipzig läuft bis Mitte 2020. Werner entwickelte sich in der vergangenen Saison bei Leipzig zum Nationalspieler und besten deutschen Torjäger der Saison 2016/2017. „Timo ist ein extrem wichtiger Spieler für uns, das Gesicht des Vereins“, sagte Mintzlaff.