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von Redaktion

Russen dürfen im Weltcup starten

Die IOC lebenslang für Olympia gesperrten russischen Skeleton- und Bob-Piloten dürfen im Weltcup an den Start gehen. Der Weltverband IBSF scheiterte mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, der sich für rechtlich nicht zuständig erklärte. „Als Folge dürfen die (…) Athleten bei den IBSF-Veranstaltungen wie z.B. dem Weltcup, dem Europa Cup, dem Nord Amerika Cup oder dem Intercontinental Cup starten“, teilte die IBSF mit. Die IBSF war im Dezember gegen eine Entscheidung der eigenen Anti-Doping-Kommission vor den CAS gezogen. Das Gremium hatte sich wegen möglicher rechtlicher Probleme gegen eine provisorische Suspendierung der Russen ausgesprochen. Demnach stelle besonders die Zeugenaussage des Whistleblowers Grigorij Rodtschenkow vor der Oswald-Kommission ein großes Problem dar. Rodtschenkow war nicht persönlich vor der Kommission erschienen, sondern hatte nur schriftlich ausgesagt. Nach Ansicht des IBSF-Panels verstoße diese Vorgehensweise gegen den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die Regelungen der IBSF. Außerdem sei dies höchstwahrscheinlich nicht vereinbar mit internationalem Recht, Schweizer Verfahrensrecht und der Europäischen Konvention für Menschenrechte. Die Entscheidung des CAS hat keine Auswirkungen auf die lebenslangen Olympiasperren durch das IOC.

Angeführt von Vize-Weltmeister Nico Ihle geht am Wochenende ein deutsches Quintett bei der EM im russischen Kolomna an den Start. Neben dem Top-Sprinter aus Chemnitz gehören Joel Dufter, Roxanne Dufter, Gabi Hirschbichler (alle Inzell) und Michelle Uhrig (Berlin) zur deutschen Mannschaft. Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein (Berlin) hatte frühzeitig auf einen Start verzichtet, auch Patrick Beckert (Erfurt) und Moritz Geisreiter (Inzell) schonen sich für Olympia.

Der deutsche Rennstall Sunweb wird Rundfahrttalent Lennard Kämna, 21, womöglich erstmals für die Tour de France nominieren. Diese Option deutete Teamchef Iwan Spekenbrink während der Präsentation der Mannschaft für die Saison 2018 in Berlin an. Eine Entscheidung wird aber noch auf sich warten lassen. „Lennard ist ein Kandidat“, bestätigte Sportdirektor Luke Roberts. „Wir haben noch nicht festgelegt, welche große Rundfahrt ich fahre“, sagte Kämna. Er habe auch keine Vorliebe zwischen Giro d’Italia, Frankreich-Rundfahrt und Vuelta, man müsse den Saisonverlauf abwarten. Im Vorjahr hatte Kämna bei WM als Weltmeister im Team-Zeitfahren und Zweiter im U23-Straßenrennen überzeugt.

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